Venedig Italien: Kompletter Reiseführer + 40 Tipps zum Sehen, Erleben und Probieren

Wir haben für euch einen ausführlichen Reiseführer für Venedig Italien zusammengestellt. Venedig, die auf dem Wasser schwimmende Stadt, ist eine der romantischsten Städte Europas. Die meisten von uns denken sofort an die typischen venezianischen Gondeln, die durch die Kanäle gleiten. Doch Venedig Italien ist voller zauberhafter Gassen, wunderschöner architektonischer Schätze und beeindruckender Kunst.

Venedig ist allerdings auch extrem beliebt und touristisch, weshalb es wichtig ist, Unterkünfte rechtzeitig zu buchen und idealerweise für einige Sehenswürdigkeiten Tickets online zu reservieren. Lest unseren Artikel bis zum Ende und erfahrt, wann die beste Reisezeit für Venedig ist, wo ihr am besten übernachtet und vor allem, was es in Venedig zu sehen gibt.

Venedig Italien Sehenswürdigkeiten
Venedig: Was gibt es zu sehen?

Obsah článku

Wann nach Venedig reisen: Wetter in Venedig

Wenn ihr dem größten Touristenansturm aus dem Weg gehen, aber trotzdem angenehmes Wetter genießen wollt, reist im Herbst – im September oder Oktober – oder im Frühling, also im April oder Mai. Wer den Karneval erleben möchte, muss einen kälteren Monat wählen – nämlich den Februar. Im Sommer könnt ihr der Hitze an einem der örtlichen Strände entfliehen.

Monat

Durchschnittliche Lufttemperatur

Durchschnittliche Wassertemperatur

Januar

6 °C

11 °C

Februar

8 °C

10 °C

März

12 °C

10 °C

April

16 °C

12 °C

Mai

21 °C

17 °C

Juni

24 °C

20 °C

Juli

27 °C

22 °C

August

27 °C

25 °C

September

23 °C

24 °C

Oktober

18 °C

20 °C

November

11 °C

17 °C

Dezember

7 °C

14 °C

Anreise nach Venedig

Nach Venedig kommt ihr bequem mit dem Auto, Zug, Bus oder Flugzeug.

Mit dem Auto nach Venedig

Von Deutschland aus erreicht ihr Venedig bequem über mehrere Routen:

  1. Über die Brennerautobahn A13/A22 durch Österreich und Südtirol. Von München aus dauert die Fahrt etwa 5,5 bis 6 Stunden – das ist die schnellste Route.
  2. Alternativ könnt ihr über Salzburg und den Tauern-Tunnel fahren und dann über Villach weiter nach Italien. Die Fahrt dauert etwas länger, etwa 6,5 Stunden ab München.

Von Berlin oder Hamburg aus solltet ihr etwa 10–12 Stunden Fahrzeit einplanen. Aus dem Süden Deutschlands, z. B. aus Stuttgart oder Frankfurt, sind es ca. 7–8 Stunden.

Parken in Venedig ist verboten: Wo das Auto lassen?

In Venedig dürft ihr nicht mit dem Auto fahren. Ihr müsst das Auto auf einem der folgenden Parkplätze abstellen:

  1. Auf der Insel Tronchetto – eine künstlich angelegte Insel mit den meisten Parkplätzen in Venedig. Hier findet ihr immer einen freien Stellplatz, und es ist eine der günstigeren Optionen. Ein Tagesparkticket kostet 22 Euro.
  2. Parkhäuser an der Piazzale Roma – zentrumsnah, von dort aus könnt ihr das historische Zentrum zu Fuß erreichen. Am besten vorher reservieren; das Tagesparken kostet etwa 45 Euro. Für Kurzparker ist das Parkhaus S. Andrea ideal – alle zwei Stunden zahlt ihr 7 Euro.
  3. Vorort Mestre – sehr günstig, oft sogar kostenlos könnt ihr im Vorort Mestre parken. Der Nachteil ist, dass es vom historischen Zentrum recht weit entfernt ist und ihr den öffentlichen Nahverkehr nutzen müsst, z. B. den Zug.

Mit dem Zug nach Venedig

Von München oder Wien aus fahren direkte Züge nach Venedig zum Hauptbahnhof Santa Lucia. Von München dauert die Zugfahrt etwa 6–7 Stunden, von Wien ebenfalls rund 7 Stunden. Alternativ könnt ihr Nachtzüge nutzen, z. B. den ÖBB Nightjet, und morgens frisch in Venedig ankommen.

Mit dem Bus nach Venedig

Nach Venedig könnt ihr auch mit dem Fernbus reisen. FlixBus bietet Verbindungen aus vielen deutschen Städten an, darunter München, Berlin und Frankfurt. Die Fahrt von München dauert etwa 8–9 Stunden. Tickets gibt es je nach Buchungszeitpunkt ab ca. 20–50 Euro.

Mit dem Flugzeug nach Venedig

Direktflüge nach Venedig gibt es von vielen deutschen Flughäfen, darunter München, Berlin, Frankfurt und Düsseldorf. Airlines wie Eurowings, Lufthansa und Ryanair bedienen die Strecke regelmäßig. Ihr könnt auf eines der zwei Flughäfen nahe Venedig fliegen: Marco Polo und Treviso. Wie ihr an günstige Flüge kommt, erfahrt ihr hier.

Die Linie Alilaguna verbindet Venedig mit dem Flughafen Marco Polo – die Fahrt kostet 15 Euro.

Nahverkehr in Venedig

Zwischen dem Zentrum von Venedig und dem Vorort Mestre verkehren Züge, Busse und Straßenbahnen. Das eigentliche Venedig liegt jedoch auf dem Wasser, und solche Verkehrsmittel gibt es dort nicht. Das Zentrum von Venedig lässt sich bequem zu Fuß erkunden. Alternativ könnt ihr den speziellen Wasserbus nutzen – die sogenannten Vaporetti. Für ein wirklich authentisches Erlebnis könnt ihr auch die klassischen Gondeln nehmen.

Wo bekommt man Fahrkarten für Vaporetti?

Fahrkarten für den gesamten Nahverkehr bekommt ihr beim Fährmann, an Fahrkartenautomaten oder in Tabakläden. Besonders lohnenswert ist die Venezia Unica Card, die sich für euch auszahlt, wenn ihr plant, mehrere Tage in Venedig zu verbringen. Mit dieser Karte habt ihr ein 72-Stunden-Ticket für den gesamten Wasserverkehr und die Busse sowie Zugang zu ausgewählten Museen und Sehenswürdigkeiten.

Unterkünfte in Venedig

Hotel im historischen Zentrum von Venedig

Für die Erkundung von Venedig ist es natürlich am bequemsten, direkt im Zentrum zu übernachten. Wenn es euch vor allem um den Preis geht, gehören zu den günstigsten, aber dennoch gut bewerteten Unterkünften Residenza Ca‘ San Marco oder Casa Fenice.

Wer Hotels mit Frühstück bevorzugt, wird sich wahrscheinlich für Hotel Sant’Antonin oder Ca‘ Dei Dogi entscheiden. Zu den luxuriösesten Unterkünften direkt im Stadtzentrum gehört das Londra Palace Venezia.

Günstige Unterkunft bei Venedig – Festland Mestre

Mestre ist in jeder Hinsicht günstiger als das Zentrum von Venedig – sowohl beim Parken als auch bei der Unterkunft. Wenn ihr möglichst einfachen Zugang zum Zentrum haben wollt und Mestre nur zum Übernachten nutzt, dann sucht euch ein Hotel in der Nähe des Bahnhofs – zum Beispiel das Hotel Trieste.

Unterkunft in Venedig am Strand

Die venezianischen Strände sind normalerweise nicht das Haupttouristenziel. Wenn ihr aber plant, im Meer zu baden und es nicht weit zum Strand haben wollt, sucht nach Hotels in der Nähe der Strände Lido di Venezia oder Jesolo (ein beliebtes Strandresort bei Venedig). Schaut euch zum Beispiel das Almar Jesolo Resort & Spa oder das günstigere Hotel & Residence Venezia 2000 an.

Unterkunft auf den venezianischen Inseln

Eine weitere Möglichkeit zur Übernachtung sind die venezianischen Inseln. Es sind wunderschöne Inselchen mit authentischer Atmosphäre, und gleichzeitig entgeht ihr dem hektischen Stadtzentrum. Zu den bestbewerteten Hotels auf Murano gehört das NH Collection Murano Villa. Schöne Hotels findet ihr auch auf der Insel Burano, wie zum Beispiel das Casa sul Cielo di Burano.

Wie sich die Unterkunftspreise in Venedig im Jahresverlauf ändern

Die Unterkunftspreise in Venedig schwanken im Laufe des Jahres erheblich. Im Februar findet jedes Jahr der Karneval von Venedig statt, und sämtliche Preise sind in diesem Monat deutlich höher – auch die für Unterkünfte. Wenn der Karneval nicht euer Reiseziel ist, wählt lieber einen anderen Monat.

Im Sommer, vor allem im Juli und August, können die Preise um fast die Hälfte steigen, da es sich um die Hauptsaison handelt und nicht nur Touristen aus aller Welt, sondern auch Italiener nach Venedig kommen. Ein weiteres venezianisches Großereignis sind die Filmfestspiele, die im August und September stattfinden – auch dann sind die Preise für Dienstleistungen und Unterkünfte höher. Die günstigsten Unterkünfte in Venedig findet ihr von Oktober bis Ende Januar.

Wie viel kostet der Eintritt nach Venedig (Eintrittsgebühr)

Wenn ihr nicht direkt in Venedig übernachtet, ist seit 2024 eine Eintrittsgebühr für die Stadt fällig. Diese liegt bei 5 Euro und wird an bestimmten Tagen in der Hauptsaison erhoben.

Wie viele Tage für Venedig einplanen?

Für Venedig solltet ihr mindestens ein verlängertes Wochenende einplanen. Wir haben eine ganze Woche in Venedig verbracht und haben uns definitiv nicht gelangweilt. Nachdem ihr alle Sehenswürdigkeiten und Museen besucht habt, könnt ihr die Inseln und die örtlichen Strände entdecken.

Blick auf Venedig
Wir haben eine ganze Woche in Venedig verbracht, aber 3–4 Tage reichen aus

Reiseführer Venedig: Was kann man in Venedig machen?

Venedig ist eine Stadt, in der euch garantiert nicht langweilig wird – ihr könnt die wunderschöne Architektur erkunden, die Inseln entdecken oder an den Strand fahren. Auf jeden Fall solltet ihr aber eine Fahrt auf dem Kanal machen. Die berühmten venezianischen Boote – Gondeln und Vaporetti – sind für viele Touristen das Symbol Venedigs. Diese ikonischen Wasserfahrzeuge spielen eine wichtige Rolle im Transport und Tourismus dieser einzigartigen Stadt auf dem Wasser.

Gondelfahrt in Venedig
Eine Gondelfahrt darf bei einem Besuch in Venedig nicht fehlen!

Gondeln sind wohl das bekannteste venezianische Boot und symbolisieren die Romantik und Schönheit der Stadt. Diese langen und schmalen Boote mit eleganten Bögen waren ursprünglich als Transportmittel auf dem Wasser gedacht. Heute werden sie hauptsächlich für touristische Zwecke genutzt und bieten romantische Fahrten durch die Kanäle Venedigs. Der Gondoliere, der die Gondel steuert, singt dabei üblicherweise noch oder spielt Akkordeon. 🙂

Ein weiterer Bootstyp ist das Vaporetto. Dieses Boot ist groß und komfortabel und bietet Transport durch die gesamte Lagune, einschließlich der entlegensten Inseln wie Burano oder Murano.

Obwohl Gondeln und Vaporetti vielleicht die bekanntesten Boote in Venedig sind, hat die Stadt auch viele andere traditionelle Wasserfahrzeuge, wie zum Beispiel das „Traghetto“ – kleine Gondeln, die Menschen über den Canal Grande übersetzen – oder das „Bragozzo“, Fischerboote, die für den Fischfang in der Lagune verwendet werden. All diese Boote sind ein wichtiger Teil der venezianischen Kultur und Geschichte, und ein Besuch in Venedig wäre nicht vollständig ohne eine Fahrt auf einem dieser traditionellen Boote.

Sehenswürdigkeiten in Venedig: Die schönsten Orte und Bauwerke

Venedig ist ein Stadtkomplex aus 118 kleinen Inseln, die durch Brücken und Kanäle verbunden sind. Hier vermischen sich europäische, byzantinische und orientalische Einflüsse in Kunst und Architektur, was eine unverwechselbare Atmosphäre und eine perfekte Symbiose all dieser Elemente schafft. Schauen wir uns an, was ihr hier auf keinen Fall verpassen solltet.

Ponte di Rialto

Auch wer noch nie in Venedig war, kennt sicherlich die typischen historischen Brücken der Stadt. Die Ponte di Rialto ist die älteste und zugleich berühmteste von ihnen. In ihrer heutigen Form existiert sie seit dem 16. Jahrhundert. Direkt unter ihr fließt der Canal Grande. In den Arkaden auf der Brücke könnt ihr in zahlreichen kleinen Geschäften Souvenirs kaufen. Diese Läden entstanden bereits im 15. Jahrhundert auf der ursprünglichen Holzbrücke, die später einstürzte. Die Ponte di Rialto war auch im Film Spider-Man zu sehen.

Die berühmteste venezianische Brücke – Ponte di Rialto
Die berühmteste venezianische Brücke – Ponte di Rialto

Markusplatz

Das Herz Venedigs ist der Markusplatz (Piazza San Marco), von dem aus ihr zu allen wichtigsten Sehenswürdigkeiten gelangt. Er wird häufig von Hochwasser heimgesucht, das in Venedig keine Seltenheit ist. Der Platz wurde nach dem Evangelisten Markus benannt, der zum Schutzpatron Venedigs wurde.

Markusdom – der Goldene Tempel

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit der Stadt ist der Markusdom, auf Italienisch Chiesa (oder auch Basilica) di San Marco. Er wurde bereits im 9. Jahrhundert erbaut, als venezianische Kaufleute hier die Reliquien des Heiligen Markus bestatteten. Die Kirche wurde später während eines Aufstands im Jahr 976 niedergebrannt, und an ihrer Stelle entstand ein Jahrhundert später die monumentale Basilika.

Sie ist im byzantinischen Stil erbaut, einschließlich der späteren Umbauten aus dem 13. Jahrhundert. Die Basilika schmücken zahlreiche Statuen und Säulen, die als Kriegsbeute vom Kreuzzug 1204 stammen. Die Fassade besteht aus fünf Bögen, die mit Statuen, antiken Säulen und reichem Mosaikschmuck verziert sind. Ein weiteres markantes Element ist das Dach mit fünf großen Kuppeln.

Markusdom – der Goldene Tempel
Markusdom – der Goldene Tempel

Nicht nur das Äußere ist so reich geschmückt, auch das Innere der Basilika ist beeindruckend. Hier könnt ihr eine wahrlich prächtige Ausstattung aus Statuen, Gemälden und Mosaiken bewundern. Nicht umsonst wird die Basilika „Goldener Tempel“ (Chiesa d’Oro) genannt. Wenn ihr sichergehen wollt, dass ihr hineinkommt, reserviert vorab ein Ticket. Wir empfehlen wie überall in Italien GetYourGuide, wo ihr auch ein „Skip the Line“-Ticket buchen könnt, mit dem ihr die Warteschlange überspringen könnt.

Markusturm (Campanile di San Marco)

Eine weitere nach dem Schutzpatron Venedigs benannte Sehenswürdigkeit, der Markusturm, steht direkt neben der Basilika. Er ragt fast 99 Meter in die Höhe und ist damit das Wahrzeichen Venedigs – man kann ihn kaum übersehen. Der Turm sieht aus wie im 16. Jahrhundert, allerdings stürzte der ursprüngliche Turm ein und der heutige wurde erst 1912 errichtet.

Auf dem Dach befindet sich eine Statue des Erzengels Gabriel. In etwa 60 Metern Höhe befinden sich neben fünf Glocken auch eine Aussichtsterrasse, von der aus ihr einen atemberaubenden Blick auf ganz Venedig genießen könnt. Darüber ist ein steinerner Löwe angebracht – das Attribut des Heiligen Markus.

Aussicht vom Markusturm (Campanile di San Marco)

Dogenpalast – Palazzo Ducale

Eine weitere Sehenswürdigkeit in der Nähe des Markusplatzes ist der Dogenpalast. Der Palast ist im Stil der venezianischen Gotik erbaut und vereint Elemente sowohl der byzantinischen Architektur als auch des gotischen Stils. Das Innere ist mit Fresken, Deckengemälden und venezianischen Möbeln geschmückt. Der Palast wurde im 14. Jahrhundert errichtet und diente als Residenz der venezianischen Herrscher, der Dogen. Wie bei der Basilika empfehlen wir, das Ticket vorab über GetYourGuide zu kaufen.

Venezianische Insel Murano

Murano ist berühmt für seine Glasprodukte. Glas wird hier seit dem 10. Jahrhundert hergestellt und war Teil des internationalen Handels Venedigs. Die Glastradition auf Murano besteht bis heute fort, und ihr könnt hier viele interessante gläserne Souvenirs kaufen. Die Glaswerkstätten sind Teil von Wohnhäusern als kleine Familienbetriebe. Einen Besuch lohnt das Glasmuseum.

Venezianische Insel Murano

Venezianische Insel Burano

Burano ist vor allem für seine bunten Häuser bekannt. Laut den Einheimischen wurde diese Tradition eingeführt, damit Fischer nach der Rückkehr vom Meer leichter ihre Häuser finden konnten. Heute ist Burano eine beliebte Touristenattraktion und beherbergt auch viele hochwertige Spitzenklöppel-Werkstätten. Ihr könnt hier das Spitzenmuseum besuchen und zusehen, wie Spitze hergestellt wird, oder handgefertigte Spitzenarbeiten als Souvenir kaufen.

Venezianische Insel Burano
Venezianische Insel Burano

Insel San Giorgio Maggiore

San Giorgio Maggiore ist eine weitere kleine Insel, die zu Venedig gehört. Schon von Weitem seht ihr die gleichnamige Basilika auf ihr stehen. Besonders interessant ist der Glockenturm, der dem etwas höheren Markusturm zum Verwechseln ähnlich sieht. Der Architekt der Basilika war Palladio, der das Gebäude 1566 fertigstellte. Das Bauwerk erinnert stark an den antiken Stil.

Erwähnenswert ist auch das Innere der Basilika, das vom berühmten Maler Tintoretto ausgestaltet wurde. Westlich der Basilika steht ein Kloster aus dem 13. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert wurden die Mönche vertrieben, die gleichzeitig die gesamte Insel verlassen mussten, und das Kloster wurde zu einer Militärkaserne und einem Waffenlager umfunktioniert. Es dauerte fast hundert Jahre, bis das Gebäude wieder an die ursprünglichen Besitzer zurückgegeben wurde.

San Giorgio Maggiore
San Giorgio Maggiore

Insel San Michele

Wenn euch die Frage beschäftigt, wo in dem dicht bebauten Venedig voller Steingassen und Kanäle die Toten begraben werden, findet ihr die Antwort auf der Insel San Michele. Sie dient als einziger Friedhof für die Bewohner Venedigs. Die Insel wurde erstmals im 15. Jahrhundert als Begräbnisstätte genutzt.

Auf den ersten Blick mag das nicht wie ein interessanter Stopp bei einem Ausflug durch Venedig klingen, aber ein kurzer Spaziergang lohnt sich durchaus. Schon von Weitem seht ihr die Insel, umgeben von einer starken Mauer – doch im Inneren findet ihr wirklich wunderschöne Gebäude.

Insel San Michele
Insel San Michele

Canal Grande

Der Canal Grande in Venedig dient als eine Art „Hauptstraße“, auf der sich der gesamte öffentliche Nahverkehr und Frachtboote bewegen. Er ist ganze vier Kilometer lang und kann über vier Brücken überquert werden, von denen die berühmteste die bereits beschriebene Ponte di Rialto ist. Wenn ihr den Canal Grande aus der Vogelperspektive betrachtet, stellt ihr fest, dass er die Form eines „S“ hat und sich durch ganz Venedig schlängelt.

Basilica dei Frari

Auf den ersten Blick wirkt diese Kirche vielleicht schlicht, doch ihren Reichtum verbirgt sie vor allem im Inneren. Die Fassade lässt sich nicht mit der reich geschmückten Markusbasilika vergleichen, aber das Innere lockt Touristen mit einem anderen Reichtum. Hier sind beispielsweise die Überreste mehrerer bedeutender Persönlichkeiten aufbewahrt, darunter Canova, Tizian und der venezianische Doge Francesco Foscari. Ihr findet hier auch Fresken und Gemälde von Künstlern wie dem bereits erwähnten Tizian oder Bellini.

Basilica dei Frari
Basilica dei Frari

Santa Maria della Salute

Eine weitere venezianische Basilika ist Santa Maria della Salute in der Nähe des Canal Grande. Die Basilika stammt aus dem 17. Jahrhundert und begeistert jeden Vorbeigehenden mit ihrer Schönheit. Zwei Kuppeln, eine größere und eine kleinere, bestehen aus weißem Marmor. Die Decke im Inneren der Basilika ist mit Gemälden von Tizian geschmückt. Die Kirche ist der Jungfrau Maria geweiht und ist eine Pestkirche – sie entstand als Danksagung an die Jungfrau Maria, nachdem Venedig von einer sehr schweren und verheerenden Pestepidemie heimgesucht wurde.

Strände in Venedig auf der Insel Lido di Venezia

Eine Insel in der Nähe von Venedig, auf der ihr sowohl Unterkünfte, Supermärkte als auch Restaurants findet. Das Hauptziel sind jedoch die Strände. Hier könnt ihr euch vom ständigen Trubel, den Touristen und den hohen Preisen erholen, und trotzdem am Horizont Venedig und den Markusturm sehen. Wenn euch die Erholung an den Sandstränden irgendwann zu eintönig wird, könnt ihr jederzeit bequem in die historische Stadt fahren.

Ponte dei Sospiri

Es ist ein kleines, 11 Meter langes Brückchen aus weißem Kalkstein. Ponte dei Sospiri bedeutet „Seufzerbrücke“ – benannt nach den Seufzern der Verurteilten, die über diese Brücke ins Gefängnis geführt wurden, das sie mit dem Dogenpalast auf der anderen Seite des Kanals verbindet. Diesen Namen erhielt die Brücke erst im 19. Jahrhundert, obwohl das Bauwerk selbst bereits 1574 errichtet wurde.

Theater Teatro la Fenice

Das auf den ersten Blick eher unscheinbare Theater beherbergt tatsächlich eine der berühmtesten Bühnen der Welt. Hier feierten bekannte Opern wie La Traviata, La Bohème, Fallen Angels und Tancredi ihre Premiere. Die Bühne wurde 1755 gegründet, das heutige Gebäude stammt aus dem Jahr 1792.

Palast – Goldenes Haus Ca‘ d’Oro

Das Goldene Haus, Ca‘ d’Oro, ist einer der ältesten venezianischen Paläste aus dem 15. Jahrhundert. Heute dient er als Kunstgalerie mit Werken vom 15. bis 18. Jahrhundert. Hier könnt ihr Werke von Anton van Dyck, Andrea Mantegna, Giovanni Bellini, Tizian und anderen bewundern.

Die kleine Insel Torcello

Torcello ist eine winzige Insel, die ihr vom Zentrum Venedigs aus in 40 Minuten mit dem Boot erreicht. Wenn ihr vorhabt, mehrere Tage in Venedig zu verbringen, solltet ihr den Ausflug dorthin auf keinen Fall auslassen. Im einst wichtigsten Zentrum Venedigs leben heute etwa 30 Menschen. Und hier findet ihr zwei Hauptsehenswürdigkeiten:

  • Kathedrale Santa Maria Assunta – stammt bereits aus dem 7. Jahrhundert, im Inneren der Kathedrale findet ihr wunderschöne byzantinische Mosaike.
  • Kirche Santa Fosca – eine schöne byzantinische Kirche aus dem 12. Jahrhundert.

Ponte dell’Accademia

Die Ponte dell’Accademia ist eine Holzbrücke über den Canal Grande. Sie verbindet den zentralen Teil Venedigs mit dem südlichen Teil. Die ursprüngliche Brücke wurde abgerissen und die heutige Holzbrücke 1933 neu errichtet.

Palazzo Contarini del Bovolo

Der Palast befindet sich mitten im Zentrum Venedigs und bietet einen der interessantesten Aussichtspunkte. Über eine spiralförmige Arkaden-Treppe könnt ihr den Turm erklimmen und den Blick über die Stadt genießen.

Die interessantesten Museen in Venedig

In Venedig findet ihr eine Reihe von Museen, die einen Besuch wert sind. Dazu gehören auf jeden Fall:

Peggy Guggenheim Museum

Wenn ihr euch ein wenig mit Kunst auskennt, habt ihr sicher schon den Namen Peggy Guggenheim gehört. Die Galerie der Kunstsammlerin Peggy Guggenheim gehört zu den weltberühmten Galerien. In der Ausstellung findet ihr Werke amerikanischer und europäischer Kunst des 20. Jahrhunderts, z. B. von Picasso, Pollock oder Dalí.

Museum im Dogenpalast

Dieser imposante Palast, den wir bereits oben erwähnt haben, war einst Sitz der Regierung der Republik Venedig und dient heute als Museum. Im Palast könnt ihr Kunstwerke und historische Gegenstände besichtigen und die Räume besuchen, in denen wichtige politische Entscheidungen getroffen wurden.

Gallerie dell’Accademia

Dieses Museum beherbergt die größte Sammlung venezianischer Kunst weltweit, einschließlich Werke von Tizian, Veronese und Canaletto. Es befindet sich in einem imposanten Gebäude am Canal Grande.

Museo Correr

Dieses Museum befindet sich im Gebäude gegenüber dem Dogenpalast und enthält Sammlungen, die die Geschichte Venedigs dokumentieren. Unter den ausgestellten Gegenständen finden sich religiöse Artefakte, historische Karten und Porträts venezianischer Herrscher.

Museum Palazzo Grassi

Dieses Museum befindet sich in einem wunderschönen Palast am Canal Grande und beherbergt Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst, darunter Werke von Künstlern wie Andy Warhol und Damien Hirst.

Museo d’Arte Orientale

Dieses Museum befindet sich in einem Gebäude in der Nähe des Dogenpalastes und beherbergt eine Sammlung asiatischer Kunst. Unter den ausgestellten Gegenständen befinden sich japanische Schwerter, buddhistische Statuen und Keramik aus China.

Venedig: Karte mit Sehenswürdigkeiten fürs Handy

Speichert euch die Karte der besten Orte in Venedig direkt auf dem Handy. Nach dem Kauf erhaltet ihr einen Link zu einer nicht-öffentlichen Google Map, die ihr durch Klicken auf „Folgen/Follow“ speichern könnt. Dadurch wird sie in euer Google-Konto kopiert und auf allen Geräten angezeigt, auf denen ihr Google Maps verwendet.

Souvenirs aus Venedig – Was mitbringen?

  • Spitze – Venedig ist weltweit für seine Spitze bekannt. Dieses traditionelle Handwerk könnt ihr im Museum auf Burano bewundern und anschließend handgefertigte Spitzenarbeiten in vielen Geschäften in der ganzen Stadt kaufen.
  • Glasprodukte – Fahrt auf die venezianische Insel Murano und kauft traditionelle Glasperlen, Vasen, Figuren und andere Produkte, die von den örtlichen Glasbläsern hergestellt werden.
  • Typische venezianische Masken – Venedig ist auch berühmt für seine Karnevalsmasken, die in vielen Formen, Größen und Farben hergestellt werden. Diese Masken gelten als Symbol der Stadt und können in vielen Geschäften erworben werden.
  • Bitterorangenmarmelade – Diese Marmelade wird aus bitteren Orangen hergestellt, die an Bäumen in Venedig wachsen (sie sind auch in Spanien beliebt). Es ist ein traditionelles venezianisches Dessert, das mit Crackern oder gekochtem Fleisch serviert wird.
  • Mosaike – Venedig ist berühmt für seine traditionellen Mosaike, und so könnt ihr Kacheln, dekorative Platten und andere Gegenstände mit Mosaiken als Souvenirs kaufen.
  • Kaffee – Venedig hat eine reiche Kaffeekultur, und so könnt ihr lokalen Kaffee in vielen Cafés und Spezialgeschäften kaufen.

Was in Venedig probieren – Typische venezianische Spezialitäten

Eines der bekanntesten venezianischen Gerichte ist „Risotto al nero di seppia“, also Reis, der mit schwarzer Tinte des Tintenfischs gekocht wird und dem Gericht seine typische dunkle Farbe verleiht. Dieses Gericht wird traditionell mit Weißwein serviert und ist eines der beliebtesten Gerichte in Venedig.

Risotto al nero di seppia
Risotto al nero di seppia

Ein weiteres traditionelles Gericht ist „Fegato alla veneziana“, eine Leber-Pastete mit karamellisierten Zwiebeln, die mit Polenta oder Reis serviert wird. Dieses Gericht wird traditionell zum Frühstück oder Mittagessen gegessen.

Venedig ist auch berühmt für Meeresfrüchte wie Garnelen, Muscheln und Tintenfisch. Diese werden am häufigsten mit Weißwein serviert und mit Olivenöl, Knoblauch und Kräutern zubereitet, um ihren natürlichen Geschmack bestmöglich zu bewahren.

Das letzte traditionelle Gericht, das erwähnenswert ist, sind „Bigoli in salsa“ – Nudeln mit einer Sauce aus Zwiebeln, Sardinen und schwarzen Oliven. Es ist besonders beliebt zu Ostern und in der Karnevalszeit.

Festivals und Veranstaltungen in Venedig

Karneval – seine Anfänge reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück, er findet im Februar statt und umfasst einen Ball auf dem Markusplatz. Der venezianische Karneval gehört zu den schönsten der Welt.

Karneval in Venedig
Karneval in Venedig

Kunstausstellung Biennale di Venezia. Es ist eine Kunstschau, die regelmäßig alle zwei Jahre veranstaltet wird. Hier könnt ihr zeitgenössische Kunst bewundern – nicht nur bildende Kunst.

Eine weitere regelmäßig stattfindende Veranstaltung sind die Internationalen Filmfestspiele von Venedig, bei denen seit 1932 der Goldene Löwe verliehen wird. Sie finden Ende August/Anfang September im Palazzo del Cinema statt.

Welche Filme wurden in Venedig gedreht?

  • Einer flog über das Kuckucksnest (One Flew Over the Cuckoo’s Nest) – Einige Szenen wurden im venezianischen Hotel Gritti Palace gedreht.
  • Casino Royale – Der Bond-Film aus dem Jahr 2006, in dem Daniel Craig erstmals als James Bond auftrat. Im Film gibt es mehrere in Venedig gedrehte Szenen, darunter die berühmte Szene, in der Bond ein venezianisches Haus zerstört.
  • The Tourist – Romantischer Thriller aus dem Jahr 2010 mit Angelina Jolie und Johnny Depp, der in Paris und Venedig spielt.
  • My Own Private Idaho – Film von Regisseur Gus Van Sant aus dem Jahr 1991, der in den USA und Europa spielt und viele in Venedig gedrehte Szenen enthält.
  • The Italian Job – Actionfilm aus dem Jahr 1969 mit Michael Caine und Noël Coward, in dem einige Szenen in Venedig gedreht wurden.

Venedig: Tipps und Ratschläge

Venedig ist eine der schönsten Städte der Welt, kann aber für Touristen auch etwas herausfordernd sein. Damit ihr euren Besuch in vollen Zügen genießen könnt, haben wir einige praktische Tipps und Ratschläge für euch.

Wie kommt man nach Venedig und wo parken?

  • Mit dem Flugzeug: Flughafen Marco Polo (VCE) oder Treviso (TSF) mit direkten Verbindungen ins Zentrum.
  • Mit dem Zug: Die Station Venezia Santa Lucia liegt direkt im historischen Zentrum.
  • Mit dem Auto: In Venedig darf man nicht Auto fahren. Parken müsst ihr auf dem Festland in Mestre oder auf der Insel Tronchetto (teurere Variante).

Was darf man nicht verpassen?

  • Markusplatz und Markusdom
  • Dogenpalast und Seufzerbrücke
  • Rialtobrücke und den örtlichen Markt
  • Die Inseln Murano (Glaskunst) und Burano (bunte Häuser, Spitze)
  • Die weniger bekannten Viertel Cannaregio und Dorsoduro

Tipps, um Menschenmassen zu vermeiden

  • Startet früh morgens oder geht spät abends los.
  • Erkundet Wege abseits der Haupttouristenrouten.
  • Nehmt statt dem Vaporetto das Traghetto – eine günstigere Gondel-Variante (ca. 2 €), die Menschen über den Canal Grande übersetzt.

Was kostet ein Aufenthalt in Venedig?

  • Unterkünfte im Zentrum sind teurer, günstigere Optionen findet ihr in Mestre.
  • Eintrittspreise für die Hauptsehenswürdigkeiten liegen zwischen 5–30 €.
  • Restaurants in den Touristenzonen sind oft überteuert – sucht nach einheimischen Bacari (kleine Weinbars mit traditionellen Häppchen).

Worauf sollte man achten?

  • Touristensteuer: Seit 2024 zahlen Tagesbesucher eine Eintrittsgebühr von 5 €.
  • Verbotene Dinge: Es ist verboten, in den Kanälen zu schwimmen, auf den Stufen von Denkmälern zu essen oder Tauben zu füttern. Dafür drohen hohe Geldstrafen.
  • Überteuerte Angebote: Überprüft immer die Preise auf der Speisekarte und meidet Restaurants mit „Menu Turistico“.

Häufig gestellte Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für Venedig?

Die beste Reisezeit ist im Frühling (April–Juni) und im Herbst (September–Oktober). Im Sommer ist Venedig mit Touristen überfüllt und es kann sehr heiß werden, während es im Winter kalt und feucht ist – dafür aber weniger Besucher da sind.

Wie viel kosten Vaporetto-Fahrkarten?

Eine Einzelfahrkarte kostet ca. 9,50 € und gilt 75 Minuten. Günstiger sind Tageskarten, z. B. 24 Stunden für 25 €, 48 Stunden für 35 €.

Gibt es in Venedig eine Eintrittsgebühr?

Seit 2024 wird an bestimmten Tagen eine Gebühr für Tagesbesucher erhoben, in der Regel 5 €. Wenn ihr in Venedig übernachtet, müsst ihr diese nicht bezahlen.

Darf man in den venezianischen Kanälen schwimmen?

Nein. Das Schwimmen in den Kanälen ist verboten, und es drohen hohe Geldstrafen. Wenn ihr an den Strand wollt, fahrt auf die Insel Lido.

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