Tábor Tschechien hat für uns – Lukáš und mich – einen ganz besonderen Platz im Herzen, denn dort haben wir uns verlobt. Und ich verstehe immer noch nicht, warum die meisten Besucher nur nach Český Krumlov fahren, wenn sie Südböhmen besuchen.
Stellen Sie sich ein mittelalterliches Städtchen vor, in dem die Gassen absichtlich ein Labyrinth bilden — nicht weil sich die mittelalterlichen Architekten in ihren Plänen verirrt haben, sondern als durchdachte Verteidigungsstrategie der Hussiten. Unter Ihren Füßen verlaufen geheimnisvolle unterirdische Gänge, über Ihren Köpfen prangen Renaissance-Giebel mit Sgraffiti, und um Sie herum überraschend wenige Touristen. Tábor ist wie ein Český Krumlov, nur ohne Schlangen am Trdelník-Stand und Selfie-Sticks an jeder Ecke. ☺️
Und dabei habe ich noch nicht einmal die älteste Talsperre Mitteleuropas erwähnt, in der man im Sommer wunderbar baden kann, den wunderschönen Botanischen Garten mit kostenlosem Eintritt oder ein Restaurant mit Michelin-Bib-Gourmand-Auszeichnung — direkt am Hauptplatz. Ja, in Tábor. Ich konnte es selbst kaum glauben.
In diesem Artikel finden Sie 19 Tipps, was Sie in Tábor Tschechien sehen und in der Umgebung unternehmen können — vom hussitischen Untergrund und dem Žižka-Platz über das märchenhafte Schloss Červená Lhota bis hin zur Keramikstadt Bechyně, die Sie mit einer historischen Elektrobahn erreichen. Ich verrate Ihnen, wo Sie übernachten, wo Sie hervorragend essen können, wann die beste Reisezeit ist und was ein ganzes Wochenende kostet.

Zusammenfassung
- Žižka-Platz (Žižkovo náměstí) ist einer der schönsten Renaissance-Plätze Böhmens — Sgraffiti, Bogengiebel, Brunnen von 1567. Ausgangspunkt für alles.
- Mittelalterlicher Untergrund ist ein Pflichtbesuch — ein halber Kilometer Gänge aus dem 15. Jahrhundert, bis zu 16 Meter unter der Erde. Eintritt ca. 2,50 €, ganzjährig geöffnet.
- Kotnov-Turm (ca. 0,80 €) bietet einen Blick über die ganze Stadt. Noch besser ist der Turm der Dekanatskirche — 200 Stufen und unter einer 2,5-Tonnen-Glocke hindurchkriechen. 😅
- Botanischer Garten ist der zweitälteste in Tschechien, mit einzigartiger Sortierung der Pflanzen nach Nützlichkeit (weltweit die erste!) und kostenlosem Eintritt.
- Jordán — die älteste Talsperre Mitteleuropas (1492), im Sommer zum Baden, im Winter zum Schlittschuhlaufen.
- Goldie im Hotel Nautilus hat seit Dezember 2025 den Michelin Bib Gourmand — in Tábor!
- Mit Kindern lohnen sich das Grusel-Untergrund, der Zoo, das LEGO-Museum oder das Schokoladenmuseum.
- Ausflüge in der Umgebung: Červená Lhota (Märchenschloss auf dem Wasser), Bechyně (mit historischer Elektrobahn), Chýnov-Höhle (erste öffentlich zugängliche in Tschechien).
- Zeitplanung: mindestens 3–4 Stunden für die Hauptattraktionen, idealerweise ein ganzer Tag oder ein verlängertes Wochenende.
- Von Deutschland: Mit dem Zug über Prag (ab Prag ca. 1 Stunde), mit dem Auto ca. 90 km südlich von Prag über die D3.

Wann nach Tábor reisen und wie hinkommen
Tábor ist eine Stadt, die Sie praktisch jederzeit genießen können — aber der Zeitpunkt Ihres Besuchs beeinflusst erheblich, was Sie alles sehen und erleben werden. Einige Attraktionen haben nämlich eine begrenzte Saison, und im Winter können Sie vor verschlossenen Türen stehen. Gehen wir durch, wann die beste Reisezeit ist, wie Sie hinkommen und wie viel Zeit Sie in Tábor verbringen sollten.
Beste Reisezeit
Mai bis September ist eindeutig die ideale Zeit. Alles ist geöffnet — der Kotnov-Turm, der Aussichtsturm der Kirche, Housův mlýn und die Burg Kozí hrádek in der Umgebung. Im Sommer können Sie außerdem im Jordán-Stausee baden und entlang der Lužnice spazieren, wenn alles wunderbar grün ist.
Wenn Sie Tábor in voller Pracht erleben möchten, merken Sie sich die Táborská setkání (Taborer Begegnungen) — dieses Jahr finden sie vom 12.–14. September 2025 statt. Es ist ein dreitägiges Hussiten-Festival mit historischen Umzügen, mittelalterlichem Markt, Schwertkämpfen und Feuershows. Die ganze Stadt verwandelt sich in ein großes mittelalterliches Fest. Tickets für Freitag und Samstag kosten ca. 14 €, der Sonntag ist kostenlos. Rechnen Sie aber damit, dass Unterkünfte in dieser Zeit teurer und schnell ausgebucht sind — buchen Sie rechtzeitig über Booking.com.
Außerhalb der Saison (Oktober–April) ist es in Tábor deutlich ruhiger, was seinen eigenen Reiz hat — die Atmosphäre der mittelalterlichen Gassen im Nebel ist magisch. Allerdings sind viele Attraktionen geschlossen oder haben eingeschränkte Öffnungszeiten (Kotnov, Kirchturm, Housův mlýn). Der Untergrund und das Hussiten-Museum sind glücklicherweise ganzjährig geöffnet, sodass ein Wochenendausflug auch im Winter möglich ist. Bereiten Sie sich nur darauf vor, dass Sie mehr Zeit in Innenräumen verbringen werden. 😉

Anreise nach Tábor
Mit dem Zug ab Prag ist es die bequemste Variante. Die Fahrt dauert ungefähr 1 Stunde, und es fahren rund 18 Verbindungen täglich. Wenn Sie das Ticket vorab über die App der Tschechischen Bahn kaufen, zahlen Sie ab ca. 3,50 €. Am Reisetag rechnen Sie mit etwa 12,50 €.
Von Deutschland aus erreichen Sie Tábor am besten über Prag. Ab München sind es mit dem Auto etwa 4 Stunden (über Pilsen und die D3), ab Dresden oder Berlin fahren Sie über Prag. Alternativ nehmen Sie den Zug bis Prag und steigen dort um — die letzte Etappe ab Prag dauert nur eine Stunde.
Mit dem Auto sind es ab Prag etwa 90 km über die Autobahn D3 — gut eine Stunde je nach Verkehr. Parken im Zentrum ist etwas knifflig (das mittelalterliche Gassenlabyrinth ist nicht gerade autofreundlich 😅). Am besten parken Sie am Winterstadion oder nutzen den P+R-Parkplatz am Bahnhof, von wo Sie zu Fuß oder mit dem Bus ins Zentrum gelangen.
Etwas, worauf ich Sie hinweisen möchte: Der Bahnhof liegt 1,5 km vom historischen Zentrum entfernt (etwa 20 Minuten zu Fuß). Wenn Sie nicht laufen möchten, nehmen Sie den Bus 61, der direkt zum Žižka-Platz fährt, oder die Minibusse 60/61 in die Altstadt.
Wie viel Zeit in Tábor verbringen
Für die Hauptattraktionen im Zentrum (Platz, Untergrund, Kotnov, Museum) reichen 3–4 Stunden. Aber ehrlich gesagt? Es wäre schade zu hetzen. Ideal ist ein ganzer Tag — dann schaffen Sie auch den Botanischen Garten, einen Spaziergang um den Jordán, gutes Essen und vielleicht ein Café mit göttlichem Eis. Und wenn Sie auch die Umgebung erkunden möchten (Červená Lhota, Bechyně, Chýnov-Höhle), dann ist ein verlängertes Wochenende perfekt.
Unterkunft in Tábor und Preise
Tábor ist ein angenehm erschwingliches Reiseziel, wo die Übernachtung nicht so teuer wird wie in Český Krumlov. Für ein Zimmer in einer hübschen Pension im Zentrum zahlen Sie ab ca. 30 € pro Person und Nacht, am Stadtrand noch weniger — ab ca. 15 €. Und wenn Sie etwas Luxus möchten? Auch den finden Sie hier, zu einem Bruchteil der Preise größerer Touristenstädte. Schauen Sie sich die Angebote auf Booking.com an.

Boutique Hotel Nautilus ⭐⭐⭐⭐
Das wäre meine erste Wahl. Das Hotel befindet sich direkt am Žižka-Platz in einem wunderschön restaurierten historischen Haus. Die Zimmer sind stilvoll und modern, aber der Hauptgrund, hier zu übernachten, ist das Restaurant Goldie im Erdgeschoss — seit Dezember 2025 mit Michelin Bib Gourmand ausgezeichnet (mehr dazu im Abschnitt zum Essen). Die Preise beginnen ab ca. 50 € pro Person und Nacht, was für ein Vier-Sterne-Hotel am schönsten Platz der Stadt absolut fair ist.
Tábor Tschechien: Sehenswürdigkeiten mit Kindern und ohne
Das historische Zentrum von Tábor ist überraschend kompakt — die meisten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen lassen sich bequem an einem Tag zu Fuß erkunden. Und genau darin liegt der Zauber: Sie müssen nirgendwo hinhetzen, lassen Sie sich einfach durch die mittelalterlichen Gassen treiben, die Sie von selbst zum nächsten wunderbaren Ort führen. Schauen wir uns 14 Tipps an, was es in Tábor zu sehen gibt — vom ikonischen Žižka-Platz über das geheimnisvolle Untergrund bis hin zum Botanischen Garten, der zweitälteste in Tschechien. Viele dieser Orte kosten nur wenige Euro, manche sind völlig kostenlos, und alle sind es absolut wert.
1. Žižka-Platz — das Herz der Hussitenstadt
Jeder Besuch in Tábor beginnt und endet hier. Der Žižka-Platz (Žižkovo náměstí) ist einer der schönsten Renaissance-Plätze in Südböhmen — und meiner persönlichen Meinung nach auch in ganz Tschechien. Wenn Sie ihn zum ersten Mal betreten, werden Sie einen Moment lang einfach nur stehen und sich umschauen, denn die Sgraffito-Fassaden, Bogengiebel und pastellfarbenen Häuschen sind einfach zu viel, um alles auf einmal aufzunehmen.
In der Mitte des Platzes steht der Renaissance-Brunnen mit der Rolandsstatue aus dem Jahr 1567 — einer der ältesten Steinbrunnen Böhmens. Unweit davon finden Sie das Denkmal von Jan Žižka aus dem Jahr 1884. Der gesamte Platz ist von Cafés, Restaurants und kleinen Geschäften gesäumt, sodass Sie hier problemlos längere Zeit verbringen können, auch wenn Sie „nur“ mit einem Kaffee dasitzen und die Atmosphäre genießen.
Die Dominante des Platzes ist die mächtige Dekanatskirche der Verklärung des Herrn, deren Aussichtsturm ich Ihnen noch vorstellen werde. Der Žižka-Platz ist jederzeit frei zugänglich und dient als natürlicher Ausgangspunkt für alle Stadterkundungen. Wenn Sie in Tábor nur Zeit für eine einzige Sache haben, dann sollte es ein Spaziergang hier sein.

2. Kotnov-Turm und Bechyně-Tor — Ausblick über die Stadt
Der Kotnov-Turm und das Bechyně-Tor (Bechyňská brána) sind die ältesten erhaltenen Baudenkmäler der Stadt — beide aus dem 13. Jahrhundert, also noch aus der Zeit vor den Hussiten. Der Turm ist ein Überrest der ursprünglichen Burg, um die herum Tábor entstand, und seine Silhouette ist eines der meistfotografierten Motive der Stadt.
Auf den Kotnov-Turm steigen Sie über 155 Stufen auf 25 Meter Höhe. Von oben haben Sie die ganze Stadt wie auf einer Handfläche — die Dächer der Altstadt, die Wasserfläche des Jordán, die umliegenden Hügel. Der Eintritt beträgt lächerliche ca. 0,80 €, also wohl die beste Investition Ihres Tages. 😁
Direkt neben dem Turm steht das Bechyně-Tor, der einzige erhaltene Zugang zur mittelalterlichen Stadt. Drinnen finden Sie die Ausstellung „Tábor, Festung der Gerechten“ über die hussitische Stadtgeschichte und können den Taborer Schatz bewundern — eine Sammlung von etwa 4000 Silbermünzen, die wirklich beeindruckend ist. Der Eintritt zum Tor beträgt ca. 1,60 €.
Achtung: Beide Denkmäler sind nur Mai–September, Dienstag–Sonntag, 10:00–17:00 geöffnet. Im Winter haben Sie Pech, aber Sie können sie zumindest von außen bewundern.

3. Mittelalterlicher Untergrund — geheimnisvolles Labyrinth unter der Stadt
Das ist wohl der Hauptgrund, warum die meisten Besucher nach Tábor kommen — und das zu Recht. Unter dem historischen Zentrum erstreckt sich ein Netz unterirdischer Gänge aus dem 15. Jahrhundert, das bis zu 16 Meter tief in drei Ebenen reicht. Ursprünglich dienten sie als Keller, aber auch als Fluchtwege und Verstecke in Zeiten der Belagerung.
Der Rundgang umfasst etwa 500–800 Meter, und der Eingang befindet sich direkt im Rathaus am Žižka-Platz, sodass Sie ihn nicht verfehlen können. Die Gänge sind eng, stellenweise müssen Sie sich bücken, und die Atmosphäre ist — ich muss zugeben — ein wenig unheimlich. Im besten Sinne des Wortes.
Der Eintritt beträgt ca. 2,50 € für Erwachsene und ca. 1,60 € ermäßigt. Im Gegensatz zu den meisten historischen Attraktionen in Tábor ist der Untergrund ganzjährig geöffnet (im Winter nur mit eingeschränkten Öffnungszeiten), was ihn zu einer ausgezeichneten Wahl auch für einen Besuch außerhalb der Saison macht.
💡 TIPP: Nehmen Sie eine Jacke oder einen Pullover mit, auch wenn es draußen 30 °C hat. Unter der Erde herrscht eine konstante niedrige Temperatur von 10–12 Grad, und nach fünfzehn Minuten spürt man das. Lukáš und ich sind im Sommer im T-Shirt hinuntergegangen und haben es bereut. 😅
4. Grusel-Untergrund — für Mutige (und Kinder!)
Das ist eine völlig andere Attraktion als der „offizielle“ mittelalterliche Untergrund, auch wenn viele Leute beides verwechseln. Das Grusel-Untergrund befindet sich in einem 500 Jahre alten Haus hinter der Kirche und ist eher eine unterhaltsame interaktive Führung als eine historische Ausstellung.
In den unterirdischen Räumen begegnen Sie Figuren eines Alchemisten, einer Vampirfamilie, Weißen Frauen, einem Henker und Mumien. Klingt vielleicht etwas kitschig, aber es ist überraschend gut gemacht — und Kinder lieben es. Der Eintritt beträgt ca. 2 € für Erwachsene, ca. 1,20 € für Kinder und ca. 5,60 € für die Familienkarte.
Wenn Sie nach einer Antwort auf die Frage suchen „Was tun in Tábor, wenn es regnet?“, dann ist das eine der besten Antworten — besonders mit Kindern. Und geben wir es zu: Auch Erwachsene haben hier ziemlich viel Spaß. 😉

5. Hussiten-Museum — auf den Spuren der Hussiten in Tábor
Das Hussiten-Museum befindet sich im gotischen Rathaus am Žižka-Platz, das um 1521 fertiggestellt wurde und den zweitgrößten gotischen nicht-kirchlichen Saal in der Tschechischen Republik besitzt. Allein das Gebäude ist einen Besuch wert.
Die Ausstellung führt Sie durch die gesamte hussitische Geschichte — von den Ursachen der Hussitenbewegung über Schlachten und den Alltag der Hussiten bis hin zum Erbe, das sie hinterlassen haben. Wenn Sie wissen möchten, warum Tábor gegründet wurde, wie die hussitische „Kommune“ funktionierte und warum die Gassen als Labyrinth angelegt wurden, bekommen Sie hier Antworten. Und das Ganze ist verständlich aufbereitet, nicht wie eine langweilige Geschichtsstunde.
Der Eintritt beträgt ca. 3,20 € für Erwachsene und ca. 2,40 € für Kinder. In der Saison (April–September) ist täglich geöffnet, außerhalb der Saison (Oktober–März) nur Mittwoch–Samstag. Das Museum verwaltet mehrere Objekte in der Stadt, also fragen Sie nach einem Kombiticket, wenn Sie auch den Kotnov und das Bechyně-Tor besuchen möchten.

6. Aussichtsturm der Dekanatskirche — 200 Stufen zum besten Ausblick
Wenn Sie die 155 Stufen auf den Kotnov-Turm überlebt haben und einen noch besseren Ausblick möchten, bietet die Dekanatskirche einen 77 Meter hohen Aussichtsturm. Nach oben führen 200 Stufen, und unterwegs müssen Sie unter einer 2,5-Tonnen-Glocke hindurchkriechen — ein Erlebnis, bei dem man sich fragt, ob das wirklich eine kluge Entscheidung war. 😅 Aber der Ausblick oben macht alles mehr als wett.
Der Eintritt beträgt nur ca. 1,20 € für Erwachsene und ca. 0,40 € für Kinder. Der Haken? Der Turm ist nur Mai–August, von 10:00 bis 17:00 geöffnet. Und Achtung — den Eingang finden Sie über eine kleine braune Tür an der Rückseite der Kirche, nicht über den Haupteingang. Wir haben gute zehn Minuten gesucht, bis uns ein Einheimischer den Weg zeigte. Jetzt wissen Sie es. 😁
7. Botanischer Garten — der zweitälteste in Tschechien (und kostenlos!)
Hier bin ich ehrlich gesagt viel länger geblieben, als ich erwartet hatte. Der Botanische Garten in Tábor wurde 1866 am Ufer des Jordán gegründet, erstreckt sich über 2,5 Hektar und beherbergt mehr als 4000 Pflanzenarten. Er ist der zweitälteste Botanische Garten in Tschechien — nur der in Prag ist älter.
Was ihn wirklich außergewöhnlich macht, ist das einzigartige Konzept der Sortierung von Pflanzen nach ihrer Nützlichkeit — 1903 eingeführt als Weltneuheit. Die Pflanzen sind danach geordnet, wofür sie den Menschen dienen: Heilpflanzen, Giftpflanzen, Industriepflanzen, Nahrungspflanzen… Es ist ein faszinierender Blick auf die Natur und war für mich gleichermaßen lehrreich und poetisch.
Sie finden hier ein Arboretum, Steingärten, Gewächshäuser, einen Teich und ein Moorgebiet. Mich hat besonders die Ecke mit beeinträchtigten Tieren verzaubert, wo unter anderem die Füchsin Sisi lebt — sie ist die Niedlichkeit in Person und die Kinder wollen gar nicht mehr weg.
Und jetzt die beste Nachricht: Der Eintritt in den Garten ist kostenlos. Nur für die Gewächshäuser zahlen Sie symbolische ca. 0,80 €. Der Garten ist Montag–Freitag ganzjährig geöffnet, an Wochenenden leider nur im Juli und August. Wenn Sie also außerhalb des Sommers kommen, planen Sie Ihren Besuch an einem Werktag.
8. Jordán — die älteste Talsperre Mitteleuropas
Der Jordán ist für Tábor das, was die Moldau für Prag ist — ein untrennbarer Teil der Stadtidentität. Dieser Stausee wurde im Jahr 1492 angelegt (ja, im selben Jahr, als Kolumbus Amerika „entdeckte“) und ist mit einer Fläche von über 51 Hektar die älteste Talsperre Mitteleuropas.
Im Sommer ist der Jordán ein Badeparadies. Der Sonnenstrand (Sluneční pláž) am Südufer bietet Umkleidekabinen, Duschen, WC, einen Kinderspielplatz und Imbissstände — und der Eintritt ist kostenlos. Wenn Sie aufs Wasser möchten, können Sie sich Boote für ca. 5 € pro Stunde ausleihen und mit Blick auf die Silhouette der Altstadt paddeln. Im Winter wird hier Schlittschuh gelaufen, und ganzjährig trifft man hier Angler.
Auch wenn Sie nicht vorhaben zu baden, empfehle ich einen Spaziergang rund um den Jordán. Der Weg führt am Wasser entlang, ist angenehm schattig und bietet wunderschöne Ausblicke auf das historische Stadtzentrum. Lukáš und ich haben hier einen Abend verbracht, und es war einer der schönsten Orte zum Entspannen nach einem ganzen Tag Stadtentdeckung.
9. Zoo Tábor
Der Zoo von Tábor befindet sich im Stadtteil Větrov und beherbergt über 300 Tierarten. Es ist kein riesiger Tierpark, aber ein angenehmer Ort für einen Spaziergang, besonders mit Kindern. Das Gelände ist gepflegt, die Tiere haben ausreichend Platz, und in ein bis zwei Stunden haben Sie alles gesehen.
Der Eintritt beträgt ca. 4,50 € für Erwachsene, ca. 2,40 € für Kinder und ca. 11 € für die Familienkarte. Der Zoo ist ganzjährig geöffnet, im Winter allerdings nur an Wochenenden — planen Sie das bei Ihrem Besuch ein.

10. Schokoladen- und Marzipanmuseum — süßes Paradies
Wenn Sie Schokolade mögen (und wer tut das nicht?), wird Ihnen dieses Museum Freude bereiten. Es erstreckt sich über drei historische Häuser und ist mit einer Fläche von über 1000 m² eines der größten seiner Art in Tschechien.
Drinnen finden Sie eine Ausstellung über die Geschichte der Schokolade, einen Schokoladenbrunnen (ja, Sie dürfen probieren), Marzipanmodelle berühmter Bauwerke und natürlich einen Laden, den Sie nicht ohne eine Tüte voller Süßigkeiten verlassen werden. Lukáš und ich wollten „nur mal schauen“ und sind mit drei Schachteln Pralinen gegangen. Klassiker. 😅
Der Eintritt beginnt ab ca. 7 €, für Abendführungen mit Verkostung zahlen Sie ca. 20 € — das ist zwar mehr, aber wenn Sie ein Schokoladenliebhaber sind, soll die Verkostung es absolut wert sein (so hörten wir von anderen Besuchern, wir waren nachmittags dort).

11. LEGO-Museum — 2 Millionen Steine
In der Betlémská-Straße im Stadtzentrum befindet sich das LEGO-Museum, wo Sie über 2 Millionen Steine finden, die zu Modellen von Weltberühmtheiten und Fantasieszenen zusammengesetzt sind. Für Familien mit Kindern ist es ein absoluter Volltreffer — Klein und Groß verbringen hier locker anderthalb Stunden.
Es ist auch einer der besten Tipps für einen Regentag in Tábor. Die Kombination mit dem Schokoladenmuseum und dem Grusel-Untergrund füllt einen ganzen verregneten Nachmittag, und niemand wird quengeln. Und geben wir es zu — auch erwachsene Jungs (Lukáš, ich rede von dir 😁) bleiben mit offenem Mund vor den Modellen stehen.
12. Housův mlýn — Film-Waffenkammer unter den Stadtmauern
Dieser Ort ist wirklich einzigartig. Housův mlýn steht auf den Fundamenten einer Mühle aus dem 13. Jahrhundert unter den Stadtmauern, und darin finden Sie über 3000 Filmrequisiten — Waffen und Rüstungen aus allen historischen Epochen, die tatsächlich bei Film- und Seriendreharbeiten verwendet wurden.
Und jetzt das Beste: Die meisten Requisiten können Sie anprobieren, in die Hand nehmen und sich damit fotografieren lassen. Wollten Sie sich schon immer wie ein mittelalterlicher Ritter fühlen? Hier können Sie es. Der Eintritt beträgt nur ca. 1,60 € pro Person oder ca. 5 € für die Familie.
Die Mühle ist Mai–September geöffnet und dient auch als Unterkunft. Wenn Sie dort zufällig übernachten, soll die Atmosphäre am Abend absolut magisch sein — stellen Sie sich vor, in einem Gebäude aus dem 13. Jahrhundert einzuschlafen, umgeben von Filmwaffen. Das erlebt man nicht jeden Tag.
13. Waldpark Pintovka und Wanderweg durch das Lužnice-Tal
Wenn Sie nach all der Stadterkundung etwas Natur und Ruhe brauchen, sind der Waldpark Pintovka und der Wanderweg durch das Lužnice-Tal genau das Richtige. Und das buchstäblich nur einen Katzensprung vom Zentrum entfernt.
Der Wanderweg durch das Lužnice-Tal ist als LQT Best of Europe ausgezeichnet — also einer der besten Wanderwege in Europa. Er führt entlang des Flusses durch wunderschöne Wälder, vorbei an interessanten Felsformationen und bietet absolute Ruhe. Wir sind hier etwa eine Stunde gewandert und haben dabei vielleicht zwei Menschen und einen Hund getroffen (der übrigens begeisterter vom Spaziergang war als sein Herrchen).
Im Waldpark Pintovka finden Sie Lehrpfade und angenehme Wege zum Spazierengehen oder Joggen. Es ist die ideale Ergänzung zum historischen Zentrum — auf der einen Seite der Stadt Kultur und Geschichte, auf der anderen Natur und Stille.
14. Klokoty — Wallfahrtskirche über der Stadt
Diese Perle übersehen die meisten Touristen völlig, und das ist schade. Das barocke Wallfahrtsareal Klokoty befindet sich etwa 1 km vom Žižka-Platz entfernt und ist seit 2018 ein nationales Kulturdenkmal — was für sich spricht.
Die Dominante des Areals ist die Kirche Mariä Himmelfahrt, erbaut in den Jahren 1701–1730. Darum herum führt ein Kreuzweg mit 14 Stationen, und bei der Kapelle unten finden Sie einen Brunnen, dem angeblich heilende Kräfte zugeschrieben werden. Ich bin nicht esoterisch veranlagt, aber das Wasser war angenehm kühl und der Ort unglaublich friedlich.
Der Eintritt ist kostenlos, und vom Žižka-Platz laufen Sie hierher in fünfzehn Minuten. Wenn Sie in Tábor etwas zusätzliche Zeit haben, kommen Sie hierher — besonders am späten Nachmittag, wenn die Sonne auf das Areal scheint und es fast menschenleer ist. Es ist einer dieser Orte, an denen man stehenbleibt, tief durchatmet und sich sagt: „Ja, das war es wert.“ ☺️
Ausflüge rund um Tábor: 5 Tipps bis 30 Minuten
Die Region Tábor hat auch jenseits der Stadtgrenzen einiges zu bieten. In der Umgebung finden Sie über 630 km markierte Wanderwege, märchenhafte Schlösser, einzigartige Höhlen und Städtchen mit überraschenden Geschichten. Hier sind 5 Tipps für Ausflüge, die Sie von Tábor aus an einem Tag schaffen — alle liegen maximal eine halbe Autostunde entfernt.
15. Kozí hrádek — wo Jan Hus lebte
Wenn Sie sich für die hussitische Geschichte interessieren (und wenn Sie in Tábor sind, dann wahrscheinlich schon), dann ist das ein Wallfahrtsort. Die Ruine einer gotischen Burg liegt etwa 5 km vom Zentrum Tábors, und genau hier lebte Jan Hus in den Jahren 1412–1414, bevor er zum Konzil nach Konstanz aufbrach, von dem er nicht mehr zurückkehrte.
Von der Burg steht nicht mehr viel, aber die Atmosphäre ist stark — besonders wenn man sich bewusst macht, dass hier ein Mensch wandelte, der die Geschichte ganz Europas verändert hat. Der Eintritt beträgt ca. 1,20 €, und die Burg ist Mai–September geöffnet (außer Montag).
Eine schöne Variante ist es, zu Fuß von Sezimovo Ústí hierher zu wandern — der Waldspaziergang dauert knapp eine Stunde und führt durch angenehmes Gelände. Lukáš und ich haben das als Vormittagswanderung gemacht und auf dem Rückweg in Tábor zu Mittag gegessen. Die ideale Kombination.
16. Chýnov-Höhle — die erste öffentlich zugängliche in Tschechien
Nur 18 km von Tábor entfernt liegt die Chýnov-Höhle (Chýnovská jeskyně) — die erste öffentlich zugängliche Höhle in ganz Tschechien (seit 1868!). Und das ist nicht nur eine historische Kuriosität — die Höhle ist geologisch einzigartig.
Im Gegensatz zu den meisten tschechischen Höhlen finden Sie hier keine klassischen Stalaktiten und Stalagmiten. Stattdessen beeindruckt die wunderschöne Farbigkeit des Marmors — von Weiß über Rosa bis Grün und Schwarz. Es ist ein völlig anderes Erlebnis, als Sie es aus dem Mährischen Karst oder anderswo kennen.
Die Führung dauert 45 Minuten und kostet ca. 5,60 €. Die Höhle ist April–Oktober geöffnet. Aber Achtung — ich muss Sie warnen: Die Route umfasst etwa 400 Stufen und ist körperlich anspruchsvoller als die meisten tschechischen Höhlen. Mit kleinen Kindern oder eingeschränkter Mobilität kann das problematisch sein.
Die gute Nachricht: Sie kommen auch mit dem Bus aus Tábor hierher — ein Auto ist nicht nötig.

17. Červená Lhota — Märchenschloss auf dem Wasser
Červená Lhota kennen Sie von Fotos, selbst wenn Sie noch nie dort waren. Dieses Renaissance-Schlösschen auf einer Felseninsel mitten in einem Teich, umgeben von Grün — es sieht aus wie aus einem Märchen, und tatsächlich wurden hier zahlreiche Märchenfilme gedreht.
Die Innenbesichtigung kostet ca. 8 € für Erwachsene und dauert etwa 40 Minuten. Aber ehrlich gesagt? Die Hauptattraktion sind das Äußere und die Umgebung. Umrunden Sie das Schloss am Teich, fotografieren Sie es aus allen Blickwinkeln, und im Sommer können Sie sich Boote für ca. 3,20 € ausleihen und auf der Wasseroberfläche mit Blick auf die rosa Fassade fahren. Es ist unglaublich romantisch — und die Fotos werden auf Instagram Herzen sammeln. ☺️
Die Fahrt von Tábor mit dem Auto dauert etwa 25 Minuten. Busverbindungen gibt es, aber sie sind umständlich und zeitaufwendig — wenn Sie kein Auto haben, erwägen Sie ein Taxi oder eine Mitfahrgelegenheit. Dieser Ausflug lohnt sich.

18. Bechyně — Keramikstädtchen mit der ersten Elektrobahn
Bechyně liegt 24 km von Tábor entfernt und ist eines der ältesten Städtchen Südböhmens. Aber der Hauptgrund, hierher zu fahren, ist die Reise selbst — von Tábor nach Bechyně fährt die Křižík-Elektrobahn, die 1903 als erste Elektrobahn in Österreich-Ungarn in Betrieb genommen wurde!
Das Ticket kostet nur ca. 1,40 €, und im Sommer fahren hier auch historische Waggons, was allein schon ein Erlebnis ist. Wir saßen im Holzwaggon, schauten aus dem Fenster auf die südböhmische Landschaft und fühlten uns wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Nur die Smartphones in den Händen der anderen Passagiere störten die Illusion. 😅
In Bechyně selbst finden Sie ein Schloss, ein Keramikmuseum (Bechyně ist das traditionelle Zentrum der tschechischen Keramik), ein Kurbad mit über 300-jähriger Tradition und die wunderschöne Geisterbrücke (Bechyňská duha) — eine Betonbogenbrücke, die ein nationales Kulturdenkmal ist und fotogen das Lužnice-Tal überspannt.

19. Stádlec-Kettenbrücke — die letzte ihrer Art in Tschechien
Das ist ein Tipp für alle, die technische Denkmäler und ungewöhnliche Orte lieben. Die Stádlec-Kettenbrücke ist die letzte Empire-Kettenbrücke in ganz Tschechien — und ein nationales technisches Denkmal. Sie ist 157 Meter lang, überspannt die Lužnice, und wenn Sie über sie gehen, schwingt sie leicht unter Ihren Füßen. Das allein ist schon ein Erlebnis. 😉
Die Brücke liegt auf dem rot markierten Wanderweg Tábor–Bechyně entlang der Lužnice, sodass Sie sie in einen ganztägigen Ausflug einbauen können, der mit einem Besuch in Bechyně verbunden wird. Es ist eine schöne Wanderung entlang des Flusses — und die Brücke selbst ist ein überraschend elegantes Bauwerk, das einen Abstecher wert ist.
Tábor mit kleinen Kindern: Spielecken und Kindercafés
Tábor ist auch für Familien mit Kindern eine angenehme Stadt — Sie finden hier gleich mehrere Lokale mit Spielecke oder Kinderbereich, wo die Eltern in Ruhe sitzen und die Kinder sich austoben können. Zu den Restaurants mit Kinderspielbereich gehören U Dvou Koček in der Svatošova-Straße, ein stilvolles hussitisches Restaurant mit Gewölbedecken, sowie Černá perla in der Šafaříkova-Straße mit außergewöhnlichem Stadtblick oder Housův mlýn Pod Holečkovými sady. Beliebt ist auch das Waldrestaurant Pintovka bei der Burg Kotnov mit einem weitläufigen Kinderspielplatz mit Klettergerüsten und Rutschen.
Wenn Sie direkt eine Kinderspielstätte oder ein Café mit Spielecke suchen, gibt es in Tábor gleich sechs davon. Das Městečko in der Jump-Arena in der Soběslavská-Straße ist ideal für Kinder von 1 bis 5 Jahren — mit Stockwerk-Labyrinth, Rutschen und einem Bällebad. Die Herna Safari im Zentrum Univerzita in der Vančurova-Straße bietet auf 200 m² Trampolin, Bällebad und Rutschen für Kinder bis 8 Jahre.
Eltern der Kleinsten schätzen das Mimi Kafe in der Soběslavská-Straße, ein Café mit Holzspielzeug, Sprossenwänden und sensorischem Spielen, das auch mit Babys besucht werden kann. Im Tesco Tábor gibt es Kulíškov mit großem Klettergerüst, Trampolin und Bällebad, täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Der Dětský svět und das Café Ela im Einkaufszentrum Dvořák kombinieren Trampoline, Rutschen, Spiegellabyrinth und Toboggan mit einem gemütlichen Café, in dem man Kaffee oder Pizza bestellen kann. Und für die Allerkleinsten bis 6 Jahre gibt es noch die Herna RC Radost in der Kpt.-Nálepky-Straße, wo der erste Besuch sogar kostenlos ist.
Wo essen und trinken in Tábor
Ich muss zugeben, dass mich die Gastronomie-Szene in Tábor völlig überrascht hat. Ich hatte klassische südböhmische Wirtshäuser mit Schnitzel und Knödeln erwartet (nichts dagegen!) — und stattdessen habe ich ein Michelin-ausgezeichnetes Restaurant, fantastische Cafés mit eigener Rösterei und uigurische Nudelküche entdeckt. In einer Stadt mit 35.000 Einwohnern. Das erwartet man einfach nicht. 😁

Restaurants
Goldie (im Boutique Hotel Nautilus, direkt am Žižka-Platz) — und jetzt setzen Sie sich hin: Dieses Restaurant hat seit Dezember 2025 den Michelin Bib Gourmand. In Tábor! Hier wird moderne tschechische Küche mit lokalen Zutaten und kreativem Ansatz zubereitet. Ich empfehle die geräucherte Entenbrust und zum Dessert die Profiteroles. Die Preise sind angesichts der Michelin-Auszeichnung absolut vernünftig. Reservieren Sie vorab, besonders am Wochenende.
La Cave (im LH Hotel Dvořák) — Küchenchef Martin Pudil kocht im tschechischen Nationalteam der Köche, Sie können also ahnen, welches Niveau hier geboten wird. Es gibt ein saisonales Degustationsmenü, das sich nach dem richtet, was gerade frisch ist. Die Atmosphäre ist etwas formeller als im Goldie, aber das Essen ist fantastisch.
Výčep Tábor — das ist der Ort, wo Sie Einheimische treffen. Direkt am Platz, mit eigenem Bier aus der Brauerei Obora (seit 2015 mit eigenem Hopfen gebraut!) und Wurstwaren vom Metzger Liška. Die Preise sind fair, selbst an dieser exponierten Lage, und die Atmosphäre ist absolut entspannt. Ideal zum Mittagessen oder für ein Nachmittagsbier.
RAFARIZ noodle house — uigurische Küche in einer südböhmischen Stadt? Ja, und mit einer Bewertung von 4,9/5 auf TripAdvisor. Handgezogene Nudeln, Laghman, Samsa… Wenn Sie die asiatische Küche mögen, ist das ein Pflichtbesuch. Wir sind auf Empfehlung einer Freundin aus der Gegend hingegangen und haben es keine Sekunde bereut.
Výkvět bistro — ausgezeichnet für Frühstück und Tagesmenü. Es gibt zwei Filialen in der Stadt, es wird frisch gekocht, auch Pizza ist im Angebot, und die Portionen sind großzügig. Nichts Ausgefallenes, aber zuverlässig gut und zu vernünftigen Preisen.
Cafés
Moccacafé — bestellen Sie hier unbedingt das Eis Paris-Brest. Es hat die tschechische Runde des Welt-Eis-Wettbewerbs gewonnen! Im Sommer gibt es hier Schlangen, aber es lohnt sich. Der Kaffee ist auch ausgezeichnet, aber dieses Eis müssen Sie einfach probieren.
Putovní pražírna — ein Café mit eigener Rösterei, eingetragen im renommierten Kaffeebuch 2022. Für Liebhaber von Specialty Coffee ist das die klare Wahl. Die Atmosphäre ist angenehm, ruhig, und es duftet schon von der Tür nach Kaffee.
Café Mañana — im Stadtzentrum, mit Kaffee von Garage Coffee, einer Taborer Rösterei. Hier trinken Sie also wirklich lokalen Kaffee. Ein angenehmer Ort für eine Vormittagspause.
Fiori e Caffè — ein Café kombiniert mit einem Blumenladen. Sie sitzen zwischen Blumensträußen, trinken Cappuccino und fühlen sich wie in der Provence. Ein bisschen hipstermäßig, aber im besten Sinne. ☺️
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was gibt es Interessantes in Tábor?
Tábor ist eine Stadt mit faszinierender hussitischer Geschichte, einem mittelalterlichen Untergrund, den Sie besichtigen können, einem der schönsten Renaissance-Plätze Böhmens (Žižka-Platz), der ältesten Talsperre Mitteleuropas (Jordán von 1492) und dem zweitältesten Botanischen Garten Tschechiens. Die Gassen der Altstadt wurden absichtlich als Labyrinth angelegt — eine Verteidigungsstrategie der Hussiten. Und seit Dezember 2025 gibt es hier sogar ein Restaurant mit Michelin-Bib-Gourmand-Auszeichnung.
Wie viel Zeit sollte man in Tábor verbringen?
Für die Hauptattraktionen im Zentrum (Žižka-Platz, Untergrund, Kotnov, Hussiten-Museum) reichen 3–4 Stunden. Wenn Sie die Stadt aber wirklich kennenlernen möchten — den Botanischen Garten besuchen, den Jordán umrunden, gut essen gehen und in einem Café sitzen — planen Sie einen ganzen Tag ein. Für Tábor einschließlich Ausflügen in die Umgebung (Červená Lhota, Bechyně, Chýnov-Höhle) ist ein verlängertes Wochenende ideal.
Wohin in Tábor mit Kindern?
Mit Kindern empfehlen sich das Grusel-Untergrund (Figuren von Gespenstern, Eintritt ca. 1,20 € für Kinder), der Zoo Tábor (ca. 2,40 € Kinder), das LEGO-Museum (über 2 Millionen Steine!), das Schokoladen- und Marzipanmuseum mit Schokoladenbrunnen oder Housův mlýn, wo Kinder Filmrequisiten und Rüstungen anprobieren können. Im Sommer ist das Baden am Jordán großartig — der Sonnenstrand hat Spielplatz, Duschen und Imbiss, und der Eintritt ist kostenlos.
Was tun in Tábor, wenn es regnet?
Für einen Regentag ist Tábor überraschend gut gerüstet. Besichtigen Sie den mittelalterlichen Untergrund (ganzjährig geöffnet), besuchen Sie das Hussiten-Museum im gotischen Rathaus, gehen Sie ins Schokoladen- und Marzipanmuseum, ins LEGO-Museum oder ins Grusel-Untergrund. All diese Attraktionen liegen im Zentrum und sind nur wenige Gehminuten voneinander entfernt. Und wenn Sie genug von Kultur haben, können Sie sich in eines der ausgezeichneten Cafés flüchten — zum Beispiel ins Moccacafé für ein preisgekröntes Eis.
Wofür ist Tábor bekannt?
Tábor ist untrennbar mit der Hussitenbewegung verbunden. Die Stadt wurde 1420 von den Hussiten als „Stadt Gottes“ gegründet — benannt nach dem biblischen Berg Tabor. Jan Žižka von Trocnov errichtete hier eine Festung und ließ die Gassen absichtlich als Labyrinth anlegen, um die Stadt gegen Angreifer zu verteidigen. Die Taborer Hussiten praktizierten eine egalitäre Gemeinschaft, in der Besitz geteilt wurde. Diese faszinierende Geschichte ist noch heute lebendig — in der Stadtarchitektur, im Hussiten-Museum und beim Festival Táborská setkání jeden September.
Wie weit ist Tábor von Deutschland entfernt?
Tábor liegt etwa 90 km südlich von Prag. Von München aus sind es mit dem Auto etwa 4 Stunden, von Dresden ca. 3,5 Stunden. Ab Prag fahren Sie mit dem Zug in ca. 1 Stunde (rund 18 Verbindungen täglich), mit dem Auto sind es gut eine Stunde über die Autobahn D3.
Wann finden die Táborská setkání statt?
Die Táborská setkání (Taborer Begegnungen) finden traditionell am zweiten September-Wochenende statt — im Jahr 2025 vom 12.–14. September. Es ist ein dreitägiges Hussiten-Festival mit historischen Umzügen durch die Stadt, mittelalterlichem Markt, Schwertkämpfen, Feuershows und weiterem Programm. Der Eintritt für Freitag und Samstag beträgt ca. 14 €, der Sonntag ist kostenlos. Wenn Sie Ihren Besuch zu diesem Termin planen, buchen Sie die Unterkunft rechtzeitig — die Stadt ist dann ausgebucht.
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