Urlaub Alaska USA: 10 Tipps, was man in Alaska sehen muss

Wir sprachen davon, dass wir nach Alaska reisen würden, seit wir zusammen sind. Doch von Europa nach Alaska USA zu fliegen, ist kein günstiges Vergnügen. Allein die Flüge kosten ein kleines Vermögen, und seien wir ehrlich – Alaska ist einer der teuersten Orte in den USA. Schließlich haben wir es nach Alaska USA geschafft. Im Folgenden erfahrt ihr, wie wir dorthin gekommen sind und was man in Alaska sehen sollte.

Wie wir von Kanada nach Alaska gekommen sind

Als wir ein Arbeitsvisum für Kanada bekamen, konnten wir in dreieinhalb Monaten genug für einen Monat Reisen ansparen – und hatten sogar noch Geld übrig. Deshalb entschieden wir uns, für weitere fünf Monate nach Kanada zurückzukehren und für einen deutlich längeren Roadtrip zu sparen. Es hat geklappt.

In fünf Monaten sparten wir genug und machten uns auf nach Hawaii, Alaska, durch den kanadischen Yukon und British Columbia hinunter in die Staaten. Nach Alaska fuhren wir drei Tage nonstop (und drei Tage zurück nach Kanada) und verbrachten dort etwas mehr als zwei Wochen. Hier sind die schönsten Orte, die wir besucht haben.

10 schönste Orte in Alaska USA

Schauen wir uns nun die schönsten Orte und Wanderungen in Alaska an, die wir erlebt haben.

1) Ice Harding Trail zum Exit Glacier

Der Aufstieg zum Exit Glacier war am Ende besser als erwartet
Der Aufstieg zum Exit Glacier war am Ende besser als erwartet

Die besten Dinge sind kostenlos. Wir warteten vier Tage und beteten, dass sich die Wolken über Seward verziehen, damit wir diesen Trail zum Exit Glacier wandern konnten. Am vierten Tag lächelte uns Mutter Natur tatsächlich an. Morgens sah es so aus, als müssten wir den Exit Glacier aufgeben – alles war bewölkt. Aber es regnete nicht, also fuhren wir von Seward zum Trailhead, wo wir über dem Gletscher ein winziges Stück türkisfarbenen Himmel erspähten. Wir entschieden uns, es zu riskieren. Es hat sich gelohnt.

Vor Freude über die Sonne bin ich buchstäblich den Berg hinaufgerannt. Dass es rund 1.000 Höhenmeter waren, dämpfte unsere Begeisterung kein bisschen. Jemand sagte mir, das sei „Naturkitsch“. Der mächtige weiße Gletscher kontrastierte mit dem blauen Himmel und den violetten Blumen, die alle grünen Abschnitte der Wanderung bedeckten. So etwas hatte ich noch nie gesehen.

2) Kajakfahren im Kenai Fjord National Park

Seesterne beim Kajakfahren - Sehenswürdigkeiten Alaska USA
Kajakfahren war das teuerste Erlebnis unserer gesamten Reise

Die teuersten fünf Stunden meines Lebens. Wenn man auf jeden Cent achtet, macht einem der Preis von 430 Dollar pro Person schon ein flaues Gefühl im Magen. Die Entscheidung dauerte lang, aber wir wussten, wie sie ausfallen würde. Wir mussten fahren, weil wir nicht wissen, wann wir wiederkommen – und ob wir jemals die Gelegenheit haben werden, an einem Gletscher zwischen Fjorden Kajak zu fahren.

Schon auf dem Weg sahen wir Wale und jede Menge Papageitaucher. Beim Kajakfahren bewunderten wir Seesterne und Seelöwen und paddelten zwischen Eisschollen hindurch. Ein wunderschönes und überteuertes Erlebnis, mit dem ihr vorab rechnen solltet.

3) Wanderung zum Portage Glacier

Gletscher Whittier Alaska
Wenn ihr eigene Kajaks dabei habt, gibt es am Portage Glacier einen frei zugänglichen See – ihr könnt direkt zum Gletscher paddeln. Wir mussten uns mit der Drohne behelfen

Eine einfache dreistündige Wanderung zum Portage Glacier lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn euch unterwegs eine Horde Mücken zu verspeisen versucht. Man kann relativ nah an den Gletscher herankommen und den kristallklaren See bewundern, auf dem Eisstücke schaukeln.

4) Hafenstädtchen Whittier

Hafenstädtchen Whittier in Alaska
Man sagt, das Wetter in Whittier sei immer schlechter als anderswo – wir konnten das nicht bestätigen

Unser Lonely Planet-Reiseführer bezeichnete diesen Ort als sehr merkwürdig. Wir fanden nichts Merkwürdiges daran. Er behauptete auch, hier sei das Wetter immer schlechter. Auch das konnten wir nicht bestätigen. Dafür genossen wir es, den Hafen ganz für uns allein zu haben.

5) Geheimtipp zwischen Denali National Park und Anchorage – Hatcher Pass

Hatcher Pass Alaska
Hatcher Pass war ein kleiner Abstecher auf dem Weg vom Denali National Park nach Anchorage – die ganze Fahrt regnete es, umso glücklicher waren wir, als wir oben ankamen und endlich einen Ausblick hatten

Hatcher Pass ist ein versteckter Schatz auf der Strecke vom Denali National Park nach Anchorage, der größten Stadt Alaskas. Ihr müsst von der Hauptstraße abfahren, aber ihr werdet es nicht bereuen. Plötzlich findet ihr euch in einem Tal wieder, wo Wolkenfetzen über grün bewachsenen Hügeln schweben. Hier gibt es eine alte Goldmine, die heute ein Museum ist – ihr könnt an einer Führung teilnehmen. Unser Guide war allerdings etwas eigenartig.

6) Nehmt euch ein paar Tage für den Denali National Park

Denali National Park Alaska
Blick auf den Denali National Park vom Triple Lakes Trail

Im Denali National Park befindet sich auch der höchste Gipfel Nordamerikas, der Mt. McKinley (Denali). Leider darf man sich in diesem unverhältnismäßig weitläufigen Nationalpark nicht frei bewegen und muss 30–50 Dollar für den Bus bezahlen. Wir entschieden uns deshalb, nur an den besser zugänglichen Stellen zu wandern. Wir machten uns auf den Triple Lakes Trail, von wo aus man einen atemberaubenden Blick auf die endlosen Berggipfel hat – den McKinley sieht man von dort allerdings leider nicht.

7) Hafenstädtchen Haines

Mt. Ripinski Wanderung in Haines Alaska
Mt. Ripinski war die letzte Wanderung auf unserer Alaska-Reise. Wir wären dort fast erfroren. Das Lächeln haben wir uns mit viel Mühe abgerungen 🙂

Haines ist bekannt für sein pastelltürkises Wasser und fantastische Wanderungen für alle Bergliebhaber. Wir machten uns auf den Mt. Ripinski – eine wunderschöne Wanderung durch den Wald, die euch auf den benachbarten Berg führt. Von dort oben habt ihr einen Blick auf das gesamte Städtchen und die Umgebung. Das Problem war, dass sich oben starker Wind erhob und wir fürchteten, er würde uns davonpusten. Zum Glück passierte das nicht.

8) Das türkisfarbene Valdez

Türkisfarbener Hafen in Valdez Alaska
Türkisfarbener Hafen in Valdez

Klein, türkis und zauberhaft. Das ist meine Erinnerung an das Hafenstädtchen Valdez, wo wir einen sehr kurzen Stopp einlegten.

9) Das verschlafene Städtchen Homer

Homer Alaska – verschlafenes Hafenstädtchen
Homer hat seinen eigenen Charme. Außerdem ist es dort deutlich kälter als anderswo.

Das kunstdurchdrungene Städtchen Homer ist bekannt für seine Galerien lokaler Künstler. Vielleicht überrascht es euch, dass es im Gegensatz zum Rest der Kenai Peninsula flach ist.

An Schönheit verliert es dadurch aber nicht. Macht euch wie wir auf zum „Homer Spit“, der lokalen Landzunge im Wasser, wo ihr neben eisiger Luft auch hübsche bemalte Läden, Restaurants und Cafés findet.

10) Fischerstadt: City of Kenai

Angeln in Alaska – City of Kenai
Das tägliche Brot der Familien in Alaska – das Abendessen selbst fangen

Unser Reiseführer war von dieser Stadt nicht besonders begeistert. Wir waren aber müde und schlecht gelaunt und hatten keine Lust mehr, weiter nach Homer zu fahren. Und wir waren froh, dass wir hier abgebogen sind. Mein größtes Kulturerlebnis in Alaska. Wir gingen zum Strand, wo die Leute nicht baden, sondern im Wasser stehen und Lachse fangen – indem sie warten, bis die Fische in ihre riesigen Netze springen.

 

Für die Reiseplanung durch Alaska empfehlen wir diesen Reiseführer 🙂

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