Cape Breton Kanada, Nova Scotia: 16 Tipps, was man sehen und unternehmen kann

Ich stehe am Rand einer Klippe, unter mir zerschellt der Atlantik an den Felsen und der Wind bläst mir so stark ins Gesicht, dass ich das Gefühl habe, gleich davongetragen zu werden. Vor mir erstreckt sich eine hügelige grüne Landschaft, die aussieht, als wäre sie den schottischen Highlands entrissen — und das ist eigentlich gar nicht so weit von der Wahrheit entfernt. Wir sind auf den Cape Breton Highlands im kanadischen Nova Scotia und ich bekomme Gänsehaut. Nicht vor Kälte, sondern weil es hier so atemberaubend schön ist.

Mit meiner Mama bin ich Ende September hier angekommen, zu einer Zeit, in der sich die gesamte Insel Cape Breton Kanada in ein Feuerwerk der Farben verwandelt. Orange, Rot, Gelb — die Wälder sehen zu dieser Zeit aus, als hätte jemand Farbe über sie geschüttet. Und wir standen nur da mit offenem Mund und fragten uns, warum wir nicht schon früher hergekommen sind. 😅

Cape Breton Highlands National Park ist einer dieser Orte, über die man in Deutschland kaum etwas hört, aber in Wirklichkeit gehört er zu den schönsten Nationalparks in ganz Kanada. Wenn ihr einen Roadtrip durch Kanada plant und dramatische Klippen, wildes Meer, Elche, Wale und keltische Kultur liebt, ist dies der Ort, an dem alles auf einmal in Erfüllung geht.

In diesem Artikel findet ihr einen kompletten Reiseführer für den Cape Breton Highlands National Park — von den schönsten Trails und Aussichtspunkten über praktische Tipps zur Unterkunft und den Kosten bis hin zu Whale Watching und dem besten Lobster Roll der Insel. Los geht’s.

Cape Breton Kanada, Nova Scotia: 16 Tipps, was man sehen und unternehmen kann

Obsah článku

Zusammenfassung

  • Cape Breton Highlands National Park liegt im Norden der Insel Cape Breton in der Provinz Nova Scotia, Kanada. Von der Fläche her ist er vergleichbar mit dem Riesengebirge, aber statt Berge findet ihr hier dramatische Klippen über dem Atlantik, boreale Wälder und tiefe Täler.
  • Die schönste Zeit ist Ende September und Oktober — die Herbstfarben sind hier absolut irre. Der Sommer (Juli–August) ist am besten für Whale Watching und Baden.
  • Cabot Trail — die legendäre 300 km lange Ringstraße, die um den gesamten Park führt. Eine der schönsten Straßen der Welt und die Hauptroute, um den Park zu erkunden.
  • Beste Trails: Skyline Trail (ikonischer Sonnenuntergang über dem Ozean), Franey Trail (anspruchsvoller mit atemberaubender Aussicht) und Middle Head Trail (einfach, aber wunderschön).
  • Elche (Moose) begegnet ihr fast sicher — vor allem in der Abenddämmerung und am frühen Morgen. Vorsicht auf den Straßen!
  • Whale Watching ab Pleasant Bay oder Chéticamp — Buckelwale und andere Walarten von Juni bis Oktober.
  • Plant mindestens 3–4 Tage für den Park ein, idealerweise 5–7, wenn ihr mehr Trails gehen und die Atmosphäre aufsaugen wollt.
  • Camping im Park ist ein Erlebnis für sich — von klassischen Campingplätzen bis hin zu Backcountry-Camping an der Fishing Cove.
  • Eintritt in den Park: 10,50 CAD/Tag pro Person (ca. 7 €), oder Discovery Pass für 75,25 CAD (ca. 51 €) für das ganze Jahr in alle Nationalparks Kanadas.
  • Keltische Kultur ist hier allgegenwärtig — von Live-Musik bis hin zu gälischen Schildern. Man fühlt sich wie in Schottland, nur mit Elchen.

Wann nach Cape Breton Highlands reisen und wie man hinkommt

Cape Breton Highlands National Park ist einer dieser Orte, wo der richtige Zeitpunkt der Reise das Erlebnis komplett verändern kann. Jede Jahreszeit bietet hier etwas anderes — und jede hat ihre Vor- und Nachteile. Schauen wir uns das an, damit ihr wisst, wann genau ihr losfahren solltet.

Beste Reisezeit

Herbst (Ende September – Mitte Oktober) ist eindeutig die schönste Jahreszeit. Die Herbstfarben (fall foliage) sind auf Cape Breton legendär und Menschen aus der ganzen Welt reisen deswegen an. Der gesamte Cabot Trail ist von Bäumen in allen Schattierungen von Orange, Rot und Gold gesäumt. Es ist einfach wow. Die Temperaturen liegen bei 8–15 °C, also packt Schichten ein — morgens kann es kühl sein, aber in der Mittagssonne ist es angenehm.

Sommer (Juli–August) ist die beste Zeit zum Wandern, Campen und Whale Watching. Temperaturen um 18–25 °C, manchmal sogar wärmer. Rechnet aber damit, dass es hier mehr Touristen gibt — besonders der Skyline Trail ist im August ziemlich überlaufen. Reserviert Camping und Unterkunft im Voraus. Ernsthaft, nicht „eine Woche vorher“, sondern Monate im Voraus.

Frühling (Mai–Juni) ist ruhiger und günstiger, aber einige Trails können wegen Schlamm oder Tierwanderungen geschlossen sein. Im Juni beginnt jedoch die Whale-Watching-Saison, was super ist. Nur Vorsicht — das Wetter ist launisch, Nebel ist ein häufiger Gast.

Winter würde ich für Wanderungen nicht empfehlen. Die meisten Einrichtungen sind geschlossen, Straßen können gefährlich sein und Camping funktioniert nicht. Wenn ihr aber Langlauf liebt, bietet der Park Winterrouten für Cross-Country-Skifahren.

Cape Breton Kanada, Nova Scotia: 16 Tipps, was man sehen und unternehmen kann

Anreise nach Cape Breton

Mit dem Flugzeug: Der nächstgelegene Flughafen ist der J.A. Douglas McCurdy Sydney Airport (YQY) direkt auf der Insel Cape Breton. Von Deutschland aus gibt es keine Direktflüge — ihr braucht einen Zwischenstopp in Toronto, Montréal oder Halifax. Flugverbindungen nach Sydney bietet Air Canada an. Günstige Flüge findet ihr über Vergleichsportale — sucht am besten flexibel nach Verbindungen via Halifax.

Die zweite Möglichkeit ist, nach Halifax (YHZ) zu fliegen, ein größerer Flughafen mit besseren Verbindungen. Von Frankfurt oder München gibt es saisonale Direktflüge mit Condor oder Lufthansa. Von Halifax sind es ca. 4–4,5 Stunden mit dem Auto nach Cape Breton — ideal, wenn ihr einen Roadtrip durch ganz Nova Scotia machen wollt.

Mit dem Auto: Ein Auto ist auf Cape Breton absolut notwendig. Ohne kommt ihr im Nationalpark praktisch nicht vom Fleck — öffentliche Verkehrsmittel fahren hier nicht. Wir haben langfristig gute Erfahrungen mit RentalCars, das wir überall auf der Welt nutzen. Mietet euren Wagen in Halifax oder Sydney.

Von Halifax aus fahrt ihr über den Trans-Canada Highway (Highway 104 und dann 105) über den Canso Causeway — die einzige Straßenbrücke zur Insel Cape Breton. Dieser Übergang ist eigentlich ein ziemlich symbolischer Moment. Plötzlich seid ihr auf der Insel und die Welt wird langsamer.

Unterkunft und Kosten Cape Breton Highlands

Die Unterkünfte rund um den Cape Breton Highlands National Park sind überraschend vielfältig — von Campingplätzen direkt im Park über gemütliche B&Bs bis hin zu luxuriöseren Lodges mit Meerblick. Rechnet damit, dass die Preise in der Hauptsaison (Juli–Oktober) deutlich höher sind als außerhalb und die besten Unterkünfte Monate im Voraus ausgebucht sind. Geratet nicht in die Situation, einen Tag vorher nach einem Zimmer zu suchen — das funktioniert hier nicht. 😅

Camping im Park

Das authentischste Erlebnis ist Camping direkt im Nationalpark. Parks Canada betreibt mehrere Campingplätze:

  • Chéticamp Campground — auf der Westseite des Parks, in der Nähe des Visitor Centre. Groß, mit warmen Duschen und Toiletten. Preis: ca. 28–36 CAD/Nacht (19–25 €).
  • Broad Cove Campground — auf der Ostseite, kleiner und ruhiger. Perfekt für Sonnenaufgänge über dem Ozean.
  • Ingonish Campground — im Südosten des Parks, in der Nähe des Franey Trail und des Strandes Ingonish Beach.
  • Corney Brook Campground — klein und romantisch, direkt am Ozean.
  • Fishing Cove Backcountry Campground — für Abenteurer. Nur zu Fuß erreichbar (ca. 8 km einfache Strecke). Mehr dazu weiter unten.

Reservierungen öffnen auf der Website von Parks Canada normalerweise im Januar/Februar für die Sommersaison. Im Herbst ist es einfacher, einen Platz zu bekommen, aber die Hauptcampingplätze solltet ihr trotzdem im Voraus reservieren.

Unterkunft außerhalb des Parks

Die zwei Hauptbasen für die Unterkunft sind Chéticamp im Westen und Ingonish im Osten. Beide bieten Restaurants, Geschäfte und Übernachtungsmöglichkeiten.

Chéticamp: Ein akadisches Fischerdorf mit Galerien, Restaurants und freundlicher Atmosphäre: Zum Beispiel Auberge Bay Wind Suites.

Ingonish: Ruhiger, näher am Franey Trail und Middle Head Trail. Schaut euch zum Beispiel die Knotty Pine Cottages, Suites & Motel Rooms an.

Pleasant Bay: Ein kleines Dorf auf der Nordseite des Cabot Trail, ideal für Whale Watching. Die Unterkunftsmöglichkeiten sind hier begrenzter, aber ruhiger — Ananda – Enchanted Forest Hideaway.

Cape Breton Kanada, Nova Scotia: 16 Tipps, was man sehen und unternehmen kann

Kosten Cape Breton Highlands — Budget für eine Woche

Orientierungsbudget für zwei Personen für 7 Tage (mittleres Budget — Mix aus Camping + B&B):

  • Parkeintritt: 10,50 CAD/Tag/Person × 7 Tage × 2 = 147 CAD (ca. 100 €). Tipp: Der Discovery Pass für 145,25 CAD für zwei Personen lohnt sich, wenn ihr auch weitere Parks besucht.
  • Camping (3 Nächte): ~100 CAD (ca. 68 €)
  • B&B/Unterkunft (4 Nächte): ~800 CAD (ca. 545 €)
  • Essen und Restaurants: ~500 CAD (ca. 340 €)
  • Benzin (Cabot Trail + Umgebung): ~150 CAD (ca. 102 €)
  • Whale Watching (2 Personen): ~120 CAD (ca. 82 €)
  • Gesamt für zwei pro Woche: ca. 1.800–2.000 CAD (1.225–1.360 €) ohne Flüge und Mietwagen

Wir haben auf der Reise nicht besonders gespart, aber das Camping hat uns viel bei der Unterkunft erspart und ermöglichte uns, länger zu bleiben.

Cabot Trail und die schönsten Aussichtspunkte: 5 Stopps, die ihr nicht verpassen dürft

Der Cabot Trail ist eine 300 km lange Ringstraße, die den gesamten Cape Breton Highlands National Park umrundet, und gilt als eine der schönsten Straßen der Welt. Und ich muss sagen, dass es diesmal keine Marketing-Übertreibung ist — es stimmt wirklich. Die Straße schlängelt sich über Berge, entlang von Klippen, durch Fischerdörfer und vorbei an Buchten, wo man Wale direkt von der Straße aus sehen kann. Wir sind sie in zwei Tagen gefahren, aber man könnte hier locker eine Woche verbringen, ohne sich zu langweilen.

Den Cabot Trail kann man im oder gegen den Uhrzeigersinn fahren — wir sind von Chéticamp nach Norden und dann hinunter über Ingonish gefahren, aber beide Richtungen sind schön. Persönlich empfehle ich, gegen den Uhrzeigersinn zu fahren (Start in Chéticamp), weil ihr dann auf der Außenseite der Straße näher am Ozean seid und die Aussichten direkt vor euch liegen.

1. Cabot Trail Scenic Drive — die Straße, wegen der die Menschen herkommen

Allein die Fahrt über den Cabot Trail ist ein Erlebnis. Ihr müsst keinen einzigen Trail machen und werdet trotzdem einen der schönsten Tage auf Reisen haben. Die Straße ist gut gepflegt, hat aber steile Anstiege, scharfe Kurven und an manchen Stellen erwartet euch ein „Wow“ nach dem anderen hinter jeder Biegung.

Ein paar Tipps für die Fahrt: Tankt in Chéticamp oder Ingonish, denn mitten im Park gibt es keine Tankstelle. Plant den ganzen Tag für die Fahrt ein — ihr werdet alle paar Minuten anhalten. Und vor allem — Vorsicht vor Elchen auf der Straße! Sie sind riesig, in der Dämmerung schlecht sichtbar und ein Zusammenstoß mit einem Elch ist ein schwerer Unfall. Besonders bei Sonnenaufgang und nach Einbruch der Dunkelheit fahrt langsam.

Die schönsten Abschnitte der Straße liegen zwischen French Mountain und Pleasant Bay (Westseite) und dann die Ausfahrt aus dem Park Richtung Ingonish auf der Ostseite, wo sich die Straße hoch über dem Ozean windet. Haltet die Kamera bereit — oder besser das Handy, denn ihr werdet eh jede Minute fotografieren. 😁

Cabot Trail Cape Breton

2. French Mountain und MacKenzie Mountain Lookouts — Ausblicke auf den Ozean

Auf der Westseite des Cabot Trail, kurz hinter Chéticamp, steigt die Straße auf den French Mountain und dann auf den MacKenzie Mountain. Beide Berge bieten offizielle Aussichtspunkte (Lookouts) mit Parkplatz, wo man einfach anhalten und genießen kann.

Vom French Mountain Lookout blickt man hinunter auf Chéticamp und die gesamte Küste des Sankt-Lorenz-Golfs. An einem klaren Tag ist es endlos — Wasser und Himmel verschmelzen zu einem. Der MacKenzie Mountain Lookout liegt ein Stück weiter und die Aussicht ist noch dramatischer — die Straße schneidet sich hier buchstäblich in die Klippe und man blickt Hunderte Meter hinunter auf die Küste.

Wenn ihr im Herbst fahrt, sind diese Aussichtspunkte besonders magisch. Die Wälder unter euch brennen in Farben und der Ozean ist tiefblau. Es ist, als würde man ein Gemälde betrachten, bei dem der Maler die Farbsättigung etwas übertrieben hat — aber hier ist es real.

Cabot Trail Cape Breton
Elchen begegnet ihr hier sogar häufiger als anderswo in Kanada.

3. North Mountain Lookout — wo ihr Elche unter euch seht

Am nördlichen Rand des Parks, zwischen Pleasant Bay und Neil’s Harbour, steigt die Straße auf den North Mountain. Die Aussicht von hier ist eine der dramatischsten auf dem gesamten Cabot Trail — man blickt hinunter in ein tiefes Tal und dahinter erstreckt sich der Ozean.

Und dies ist auch einer der besten Orte, um Elche (Moose) zu sichten. In der Abenddämmerung und am frühen Morgen grasen die Elche oft in den Tälern unterhalb der Straße und man kann sie aus sicherer Entfernung beobachten. Wir haben hier eine Elchkuh mit Kalb gesehen — wir standen auf dem Lookout, unter uns spazierten diese riesigen Geschöpfe in aller Ruhe umher und wir vergaßen die Zeit. Einfach magisch.

Elchen begegnet ihr hier sogar häufiger als anderswo in Kanada.
Elchen begegnet ihr hier sogar häufiger als anderswo in Kanada.

4. Lakies Head Lookout — die Ostküste in ihrer vollen Pracht

Auf der Ostseite des Parks, unweit von Ingonish, liegt der Lakies Head Lookout. Es ist ein kleinerer Aussichtspunkt, aber der Blick auf die felsige Küste, wo der Atlantik gegen die Granitfelsen donnert, ist absolut wunderschön.

Dieser Ort ist großartig für eine Pause — es gibt eine Bank und eine ruhige Atmosphäre. Im Gegensatz zum Skyline Trail (der voller Menschen ist) ist es hier selbst in der Saison ruhig. Bei klarem Wetter seht ihr kilometerlange Klippenlinien entlang der Küste.

5. Mica Hill und Sunrise Trail Lookout — für Frühaufsteher

Wenn ihr bereit seid, vor der Dämmerung aufzustehen, bieten Mica Hill und die umliegenden Aussichtspunkte auf der Ostseite des Parks spektakuläre Sonnenaufgänge über dem Atlantik. Der Himmel wechselt von Dunkelblau über Rosa zu Gold und der gesamte Ozean unter euch erstrahlt.

Die schönsten Trails in Cape Breton Highlands: 6 Wanderwege, die ihr ausprobieren müsst

Der Cape Breton Highlands National Park bietet über 25 markierte Trails mit einer Gesamtlänge von etwa 100 km. Von kurzen 20-minütigen Spaziergängen bis zu ganztägigen anspruchsvollen Wanderungen — hier findet jeder etwas. Hier sind die besten, die wir selbst gegangen sind (und ein paar, von denen uns Einheimische sagten, dass wir sie machen sollten, aber die Beine haben Nein gesagt).

Skyline Trail, Cape Breton, Nova Scotia
Skyline Trail, Cape Breton, Nova Scotia

6. Skyline Trail — der berühmteste Wanderweg im ganzen Park

Länge: 9,2 km (hin und zurück) | Höhenunterschied: 365 m | Schwierigkeit: Mittel | Zeit: 2,5–4 Stunden

Der Skyline Trail ist ikonisch. Wahrscheinlich habt ihr die Fotos gesehen — Holzstege, die auf eine Klippe führen, unter euch der Ozean und über euch ein endloser Himmel. Und in der Realität ist es noch besser.

Der Trail beginnt im borealen Wald, steigt allmählich an und die letzten 600 Meter führen über einen Boardwalk, der auf einer Klippe hoch über der Bucht endet. Von dort blickt ihr auf den Sonnenuntergang über dem Sankt-Lorenz-Golf und — ich übertreibe wirklich nicht — es ist einer der besten Sonnenuntergänge, die ich je gesehen habe.

Wichtiger Tipp: Seit 2024 verlangt Parks Canada eine Reservierung für den Sonnenuntergang auf dem Skyline Trail (Sunset Skyline). Die Reservierungen öffnen zwei Tage im Voraus und sind innerhalb von Minuten vergriffen. Wenn ihr den Sonnenuntergang wollt, seid genau in dem Moment am Computer, wenn die Reservierung öffnet (normalerweise 8:00 Uhr morgens). Tagsüber (vor 16:00 Uhr) ist der Trail ohne Reservierung zugänglich.

Noch eine Sache — der Trail darf nach Einbruch der Dunkelheit aus Sicherheitsgründen (Bären) nicht betreten werden. Ihr müsst bis zur festgelegten Uhrzeit am Parkplatz zurück sein.

Franey Trail, Cape Breton, Nova Scotia
Franey Trail, Cape Breton, Nova Scotia

7. Franey Trail — für alle, die eine richtige Wanderung wollen

Länge: 7,4 km (Rundweg) | Höhenunterschied: 366 m | Schwierigkeit: Anspruchsvoll | Zeit: 2,5–4 Stunden

Wenn der Skyline Trail der populäre ist, dann ist der Franey Trail der für Kenner. Der Weg steigt ziemlich steil durch den Wald an und endet auf einem felsigen Gipfel mit 360°-Blick auf den Clyburn Brook Canyon, den Ozean und die umliegenden Hügel.

Im Gegensatz zum Skyline trefft ihr hier einen Bruchteil der Leute. Wir haben auf der gesamten Strecke etwa sechs andere Wanderer getroffen. Der Aufstieg ist stellenweise ziemlich steil und steinig — gute Wanderschuhe sind hier wirklich ein Muss, kein optionales Zubehör. Aber die Aussicht vom Gipfel… Wir standen dort und konnten uns nicht losreißen.

Der Trail beginnt bei Ingonish und lässt sich mit einem Besuch des Strandes Ingonish Beach kombinieren, der unten am Parkplatz liegt. Nach der anspruchsvollen Wanderung haltet ihr die Füße in den eiskalten Atlantik — eine bessere Erfrischung gibt es nicht.

Franey Trail - Sehenswürdigkeiten auf Cape Breton
Franey Trail, Cape Breton, Nova Scotia

8. Middle Head Trail — einfach und trotzdem atemberaubend

Länge: 3,6 km (hin und zurück) | Höhenunterschied: minimal | Schwierigkeit: Einfach | Zeit: 1–1,5 Stunden

Der Middle Head Trail ist perfekt für alle, die nicht den ganzen Tag bergauf laufen, aber trotzdem eine tolle Aussicht haben wollen. Der Weg führt über eine schmale Halbinsel, die wie ein Finger ins Meer ragt, und am Ende steht man umgeben von Wasser von drei Seiten.

Der Trail beginnt direkt bei der Keltic Lodge und führt durch den Wald auf einen felsigen Vorsprung. Unterwegs kann man Robben entdecken und in der Saison sogar Wale direkt vom Festland aus sehen. Wir haben hier eine Gruppe Robben gesehen, die sich auf den Felsen sonnten — Mama hat ungefähr 20 Minuten fotografiert und weigerte sich weiterzugehen.

Ich empfehle, früh morgens herzukommen, wenn die Halbinsel in Nebel gehüllt ist und alles wie in einem schottischen Roman aussieht.

Cape Breton
Franey Trail, Cape Breton, Nova Scotia

9. Fishing Cove Trail — Backcountry-Abenteuer

Länge: 16 km (hin und zurück) | Höhenunterschied: 335 m (hinunter und dann wieder hinauf!) | Schwierigkeit: Anspruchsvoll | Zeit: 6–8 Stunden oder Übernachtung

Fishing Cove ist für mich der schönste Ort im gesamten Park. Es ist eine abgelegene Bucht, die nur zu Fuß erreichbar ist und die die meisten Touristen nicht erreichen, weil den Rückweg bergauf nur wenige mit einem Lächeln schaffen.

Der Trail beginnt an der Straße Cabot Trail und steigt steil hinab (335 Meter) zum Ozean. Und dort — dort ist das Paradies. Ein Kieselstrand, grüne Wiesen, ein Bach mit Trinkwasser und ein Backcountry-Campsite, wo man unter dem Sternenhimmel übernachten kann. Klingt idyllisch? Ist es auch.

Wenn ihr übernachten wollt, braucht ihr eine Backcountry-Genehmigung von Parks Canada (ca. 10 CAD/Person/Nacht, also ca. 7 €). Die Plätze sind begrenzt und in der Saison lohnt es sich zu reservieren. Feuerstellen und Trockentoiletten sind vorhanden, aber sonst kein Komfort — und genau darum geht es.

Warnung: Der Rückweg ist derselbe Hang, nur bergauf. Nach einer Nacht im Backcountry mit Rucksack auf dem Rücken ist es ein Erlebnis an der Grenze zur spirituellen Erfahrung. 😅 Aber es lohnt sich.

10. Benjies Lake Trail — für Liebhaber von Ruhe und Moorlandschaft

Länge: 3 km (Rundweg) | Höhenunterschied: minimal | Schwierigkeit: Einfach | Zeit: 45 Min – 1 Stunde

Dieser Trail ist anders als alle anderen. Er führt nicht auf eine Klippe und nicht zum Ozean, sondern ins Herz des borealen Waldes zu einem stillen See, umgeben von Mooren. Es gibt einen Holzbohlenweg, ein paar Informationstafeln und vor allem — absolute Stille.

Wenn ihr eine Pause von den dramatischen Aussichten braucht (ja, auch das kann passieren), ist Benjies Lake perfekt. Wir sind am Nachmittag hierher gegangen, als es regnete, und die Atmosphäre — Nebel über dem See, Tropfen auf dem Moos, keine Menschenseele — war fast meditativ.

11. Bog Trail — 20 Minuten, aber es lohnt sich

Länge: 0,8 km (Rundweg) | Höhenunterschied: keiner | Schwierigkeit: Sehr einfach | Zeit: 20 Minuten

Der kürzeste Trail auf der Liste, aber ich nehme ihn mit auf, weil er absolut einzigartig ist. Er führt über einen Boardwalk durch ein Hochmoor (Bog) auf etwa 400 m Höhe und zeigt ein Ökosystem, das wie von einem anderen Planeten aussieht — fleischfressende Pflanzen, Moose, Miniatur-Orchideen.

Perfekt als Stopp, wenn ihr den Cabot Trail fahrt und euch die Beine vertreten wollt. Es dauert 20 Minuten, aber man geht schlauer weg.

Cape Breton, Nova Scotia
Cape Breton, Nova Scotia

Tiere und Natur: 3 Erlebnisse, die ihr nirgendwo anders habt

Der Cape Breton Highlands National Park ist Heimat einer unglaublichen Wildnis. Hier geht es nicht nur um schöne Aussichten — hier lebt man mitten in der wilden Natur und sie gibt euch das deutlich zu verstehen. Auf der Insel leben Elche, Schwarzbären, Weißkopfseeadler, Robben, Wale und Dutzende weiterer Arten. Schauen wir uns das Beste an.

12. Elchbeobachtung (Moose) — riesige Tiere direkt an der Straße

Elche (Moose) sind das inoffizielle Symbol der Cape Breton Highlands und ihr werdet ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit begegnen — besonders wenn ihr wisst, wo und wann man suchen muss.

Beste Zeit: Morgendämmerung (5:00–7:00) und Abenddämmerung (18:00–20:00). Elche sind bei kühlerem Wetter aktiver, sodass ihr im Herbst bessere Chancen habt.

Beste Orte: Umgebung des North Mountain, Bog Trail, Straße zwischen Pleasant Bay und Neil’s Harbour. Wir haben während unseres gesamten Aufenthalts sieben Elche gesehen — vier direkt von der Straße aus, zwei vom North Mountain Lookout und einen auf dem Skyline Trail (der hat uns ein bisschen erschreckt, weil er mitten auf dem Weg stand und wir nicht sicher waren, wer wem ausweichen soll 😁).

Sicherheitsregeln: Elche sind riesige Tiere (Bullen wiegen bis zu 700 kg) und sind nicht freundlich. Haltet mindestens 30 Meter Abstand. Auf den Straßen fahrt besonders in der Dämmerung langsam — ein Zusammenstoß mit einem Elch ist extrem gefährlich.

13. Whale Watching — Wale zum Greifen nah

Von Juni bis Oktober ziehen entlang der Küste von Cape Breton Buckelwale (Humpback Whales), Zwergwale und gelegentlich auch Finnwale vorbei. Whale Watching ist eines der beliebtesten Erlebnisse in der gesamten Region.

Ausflüge starten von Pleasant Bay auf der Westseite und von Bay St. Lawrence an der Nordspitze der Insel. Der Preis liegt bei etwa 50–65 CAD pro Person (34–44 €). Es lohnt sich, ein kleineres Boot (Zodiac) zu wählen — man ist näher am Wasser und es ist ein intensiveres Erlebnis, wenn auch nasser. 😅

Wir sind von Pleasant Bay mit Captain Mark’s Whale & Seal Cruise gefahren und haben zwei Buckelwale gesehen, die etwa 50 Meter vom Boot entfernt aus dem Wasser gesprungen sind. Der Moment, wenn dieser riesige Körper aus dem Ozean auftaucht und dann mit einem Platscher zurückfällt… darauf kann man sich nicht vorbereiten. Man steht einfach nur da mit offenem Mund.

Tipp: Wenn ihr unter Seekrankheit leidet, nehmt die Tabletten VORHER ein. Der Atlantik ist hier oft unruhig und auf einem kleinen Boot merkt ihr das.

14. Weißkopfseeadler und andere Vögel beobachten

Cape Breton ist ein Paradies für Vogelbeobachtung. Bald Eagles (Weißkopfseeadler) sind hier überraschend häufig — auf dem Cabot Trail haben wir mehrere über den Klippen kreisen sehen. Weitere Arten, denen ihr hier begegnet, sind Fischadler, Blauhäher und in den Häfen Kormorane und Papageitaucher (Puffins — hauptsächlich auf den Bird Islands bei Englishtown).

Wenn euch Vögel interessieren, bringt euch die Bird Islands Boat Tour von Englishtown zu kleinen Inseln, auf denen Tausende Seevögel nisten. Preis ca. 45 CAD pro Person (ca. 31 €).

Cape Breton
Cape Breton, Nova Scotia

Keltische Kultur und Dörfer am Cabot Trail: was außerhalb des Parks unternehmen

Cape Breton ist nicht nur ein Nationalpark — es ist eine kulturell faszinierende Insel, auf der akadische (französische) und schottische (keltische) Kultur aufeinandertreffen. Gälisch war hier noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts eine gängige Sprache und die keltische Tradition ist nach wie vor lebendig. Hier sind Orte, die einen Besuch außerhalb der Trails lohnen.

15. Chéticamp — ein akadisches Dorf mit Seele

Chéticamp ist ein malerisches Fischerdorf auf der Westseite des Parks und das Haupttor zu den Cape Breton Highlands. Es ist eine akadische Gemeinde — Nachkommen französischer Siedler, die hier seit dem 18. Jahrhundert leben. Das Dorf ist bekannt für traditionelle Teppichknüpferei (hooked rugs) und ihr findet hier mehrere Galerien und Werkstätten.

Besucht Les Trois Pignons — ein Kulturzentrum mit einem Museum der akadischen Kultur und einer beeindruckenden Sammlung geknüpfter Wandteppiche von Élizabeth LeFort, die absolut atemberaubend sind. Der Eintritt ist symbolisch (ca. 8 CAD, 5,50 €).

Vor der Einfahrt in den Park versorgt euch hier mit Lebensmitteln und Benzin — im Park selbst gibt es keine Geschäfte.

16. Keltische Musik und Red Shoe Pub in Mabou

Wenn ihr nach Cape Breton fahrt, müsst ihr Live-Keltische Musik erleben. Und der beste Ort dafür ist der Red Shoe Pub im Dorf Mabou, etwas südlich des Nationalparks. Der Pub gehört den Rankin-Schwestern — aus der legendären Band The Rankin Family — und jeden Abend wird hier live traditionelle Musik gespielt. Fiddle, Stepptanz und Bier aus der lokalen Brauerei — einen besseren Abend auf Cape Breton werdet ihr nicht erleben.

Falls ihr es nicht nach Mabou schafft, findet ihr keltische Pub-Sessions auch in Chéticamp und Baddeck. Fragt die Einheimischen, wo gerade gespielt wird — das Programm wechselt hier von Tag zu Tag und die besten Veranstaltungen findet man per Mundpropaganda, nicht im Internet.

Cape Breton, Nova Scotia
Cape Breton, Nova Scotia

Essen und Trinken auf Cape Breton Highlands: Reiseführer für hungrige Reisende

Das Essen auf Cape Breton ist überraschend gut — und stark auf Meeresfrüchte ausgerichtet. Hummer ist hier kein Luxus, sondern Alltag. Hier sind unsere Lieblingsplätze.

Chéticamp:

  • Le Gabriel — wohl das beste Restaurant in Chéticamp. Frische Meeresfrüchte, lokale Spezialitäten und überraschend guter Wein. Lobster Dinner ca. 35–45 CAD (24–31 €).
  • Aucoin Bakery — lokale Bäckerei mit fantastischen Croissants und Kaffee. Perfekter Stopp vor der Fahrt in den Park.
  • L’Abri — akadische Küche in rustikalem Ambiente. Probiert Fricot (akadische Hühnersuppe) und Pâté à la viande (Fleischpastete).

Ingonish und Ostseite:

  • The Purple Thistle — unser absolutes Lieblingsrestaurant auf dem gesamten Cabot Trail. Die Meeresfrüchte sind hier Spitzenklasse, aber auch die Steaks können sich sehen lassen. Der Lobster Roll war wohl der beste, den wir je gegessen haben. Keine Übertreibung — einfach Fakt. ☺️
  • Main Street Restaurant & Bakery in Neil’s Harbour — ein unscheinbares Restaurant mit Blick auf den Hafen. Fish & Chips zum fairen Preis und hausgemachte Kuchen.

Pleasant Bay:

  • Rusty Anchor — Fisch direkt vom Boot auf den Teller. Kleines Restaurant mit riesigen Portionen. In der Saison kann es Wartezeiten geben, aber das Warten lohnt sich.

Baddeck (am südlichen Rand der Insel):

  • Baddeck Lobster Suppers — ein klassisches Erlebnis. Ganzes Lobster Dinner zum Festpreis (ca. 45 CAD/Person, also ca. 31 €) mit Salat, Suppe und hausgemachtem Kuchen. Einfach, aber absolut perfekt.

Einkaufstipp: Wenn ihr campt, kauft in Chéticamp oder Ingonish ein. Im Park gibt es keine Geschäfte. Auf Bauernmärkten (hauptsächlich in Baddeck und Mabou) bekommt ihr lokalen Käse, Honig und frische Meeresfrüchte zu sehr guten Preisen.

Praktische Tipps für den Besuch des Cape Breton Highlands National Park

Schauen wir uns jetzt die praktischen Dinge rund um Cape Breton an.

Eintritt und Discovery Pass

Der Parkeintritt beträgt 10,50 CAD/Tag pro Person (ca. 7 €), Kinder 6–17 Jahre 5,25 CAD und Kinder unter 5 Jahren kostenlos. Wenn ihr 7+ Tage im Park verbringen oder auch andere kanadische Nationalparks besuchen wollt, lohnt sich der Discovery Pass — 75,25 CAD pro Person/Jahr (ca. 51 €), oder 145,25 CAD (ca. 99 €) für Familien/Gruppen bis zu 7 Personen in einem Auto.

Den Eintritt zahlt ihr an der Einfahrt in den Park oder online auf der Website von Parks Canada.

Wetter und Packliste

Das Wetter auf Cape Breton ist unberechenbar. Es kann 20 °C und sonnig sein und eine Stunde später Nebel und 10 °C. Packt ein:

  • Wasserdichte Jacke (Pflichtausrüstung, nicht optional)
  • Schichten — Merino-Shirt + Fleece + Jacke
  • Gute Wanderschuhe — die Trails sind stellenweise nass und steinig
  • Mütze und Handschuhe (im Herbst, besonders auf den Aussichtspunkten oben weht es stark)
  • Fernglas — für Elche, Wale und Vögel

Wenn ihr effizient packen wollt, schaut euch unsere Anleitung zum Packen mit Handgepäck an.

Internet und Verbindung

Auf dem größten Teil des Cabot Trail gibt es kein Mobilfunksignal. Wirklich — Kilometer um Kilometer ohne Empfang. In Chéticamp, Ingonish und Pleasant Bay gibt es Signal, aber im Park selbst vergesst Google Maps und verlasst euch auf Offline-Karten.

Ladet euch im Voraus die Karte der Cape Breton Highlands in Google Maps oder maps.me herunter. Und genießt den Digital Detox — es ist befreiend. ☺️

Wenn ihr gleich nach der Ankunft Daten braucht, könnt ihr euch eine eSIM besorgen — wir nutzen Holafly und es funktioniert auch in Kanada.

Sicherheit — Bären und Elche

Im Park leben Schwarzbären. Sie sind nicht so aggressiv wie Grizzlys, aber man muss Regeln beachten:

  • Lebensmittel in Bärenboxen aufbewahren (auf den Campingplätzen vorhanden) oder im Auto.
  • Keine stark riechenden Lebensmittel auf den Trail mitnehmen.
  • Lärm machen — reden, klatschen, einige Trails haben Bärenglöckchen (bear bells).
  • Wenn ihr einem Bären begegnet, bleibt ruhig, rennt nicht, geht langsam rückwärts und sprecht mit ruhiger Stimme.

Was Elche betrifft — siehe oben. Vor allem auf den Straßen in der Dämmerung aufpassen.

Reiseversicherung

Für eine Reise nach Kanada empfehle ich dringend eine Reiseversicherung. Die Gesundheitsversorgung in Kanada ist für Ausländer extrem teuer — eine Nacht im Krankenhaus kann Tausende Dollar kosten. Wir wählen für längere Reisen SafetyWing, für kürzere Trips Auslandskrankenversicherungen wie die der ADAC oder Allianz.

Cape Breton
Cape Breton, Nova Scotia

FAQ — Häufig gestellte Fragen zum Cape Breton Highlands National Park

Was sind die Cape Breton Highlands?

Die Cape Breton Highlands sind ein Hochplateau im Norden der Insel Cape Breton in der kanadischen Provinz Nova Scotia. Der Nationalpark, der hier 1936 gegründet wurde, schützt 949 km² dramatischer Landschaft — von atlantischen Klippen über boreale Wälder bis hin zu tiefen Flusstälern. Den Park umrundet die legendäre Straße Cabot Trail.

Warum ist Cape Breton berühmt?

Cape Breton ist vor allem durch den Cabot Trail berühmt — eine der schönsten Straßen der Welt — und durch die atemberaubenden Herbstfarben, die jedes Jahr Tausende von Fotografen und Reisenden anziehen. Neben der Natur ist die Insel für ihre lebendige keltische Kultur, Whale Watching und Hummer bekannt.

Lohnt sich ein Besuch im Cape Breton Highlands National Park?

Eindeutig ja. Wenn ihr Natur, Wandern und wilde atlantische Landschaft liebt, ist der Cape Breton Highlands National Park einer der schönsten Orte in ganz Kanada. Der Park bietet Trails für alle Schwierigkeitsgrade, atemberaubende Aussichten, Wildtiere und eine ruhige Atmosphäre ohne Touristenmassen (mit Ausnahme des Skyline Trail in der Saison). Außerdem fühlt man sich hier wie in Schottland — nur mit Elchen und besserem Hummer.

Wie viele Tage braucht man für den Cape Breton Highlands National Park?

Mindestens 3 Tage, wenn ihr den Cabot Trail fahren und 2–3 Haupttrails machen wollt. Ideal sind 5–7 Tage — dann schafft ihr mehr Wanderwege, könnt Whale Watching machen, die umliegenden Dörfer besuchen und die Atmosphäre aufsaugen. Wenn ihr Backcountry-Camping an der Fishing Cove plant, rechnet einen Tag extra ein.

Wie kommt man zum Cape Breton Highlands National Park?

Am einfachsten fliegt man nach Halifax (YHZ) und mietet ein Auto — von Halifax sind es ca. 4–4,5 Stunden über den Trans-Canada Highway nach Cape Breton. Alternativ kann man direkt nach Sydney (YQY) auf der Insel Cape Breton fliegen. Ein Auto ist Pflicht — öffentliche Verkehrsmittel gibt es im Park nicht. Auf die Insel gelangt man über den Canso Causeway (Straßendamm) oder per Fähre von Neufundland nach North Sydney.

Ist Cape Breton Highlands für Familien mit Kindern geeignet?

Ja! Der Park bietet eine Reihe kurzer und einfacher Trails (Bog Trail, Benjies Lake, Middle Head Trail), die auch kleinere Kinder schaffen. Camping im Park ist ein tolles Familienerlebnis und Kinder lieben die Elch- und Walbeobachtung. Bedenkt nur, dass einige Trails (Franey, Fishing Cove) für kleine Kinder zu anspruchsvoll sind.

Brauche ich für Cape Breton Highlands eine Karte?

Auf jeden Fall empfehlenswert. Mobilfunksignal gibt es im Park praktisch nicht, also verlasst euch nicht auf Online-Karten. An der Einfahrt in den Park im Visitor Centre (Chéticamp oder Ingonish) bekommt ihr eine gedruckte Karte der Cape Breton Highlands kostenlos. Ladet euch zusätzlich eine Offline-Karte in Google Maps oder maps.me herunter, bevor ihr losfahrt. Auf der Website von Parks Canada findet ihr auch detaillierte Karten der einzelnen Trails.

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